Die Ansbacher Innenstadt. Foto. Nico Jahnel
Die Ansbacher Innenstadt. Foto. Nico Jahnel

Studie: Kaufen lohnt mehr als mieten in Ansbach

In Ansbach gibt es seit Jahren einen anhaltenden Bauboom. Die Stadt ist bei Immobilienkäufern beliebt, gleichzeitig ist das Angebot an Wohnimmobilien knapp. Lohnt sich der Kauf von Wohneigentum in Ansbach und im angrenzenden Landkreis noch? Wo bekommt man wie viel für sein Geld? Und wie haben sich die Immobilienpreise in den letzten Jahren tatsächlich entwickelt? Antworten für die Region gibt die aktuelle Studie „Wohnen in Deutschland 2019“ der Sparda-Bank Nürnberg eG. Stefan Schindler, der Vorstandsvorsitzende der Bank, fasst das überraschende Ergebnis zusammen: „Kaufen ist in Ansbach trotz des Anstiegs der Immobilienpreise weiterhin langfristig günstiger als Mieten. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist also nach wie vor realisierbar und ein attraktiver Ansatz für die Altersvorsorge.“

Die Kernergebnisse der Studie für die Stadt Ansbach zusammengefasst:

  • Im Durchschnitt investieren Eigentümer in Ansbach das 5,7-fache ihres Haushaltsjahreseinkommens für den Immobilienkauf. Dies liegt knapp über dem deutschlandweiten Schnitt von 5,6.
  • Für die Investitionssumme von 264.000 Euro erhalten Ansbacher Interessenten im Durchschnitt 111 Quadratmeter. (Deutschlandweit: 111 Quadratmeter)
  • Demnach liegt der Quadratmeterpreis von 2.380 Euro in Ansbach nur sehr knapp über dem deutschlandweiten Schnitt von 2.379 Euro/Quadratmeter. (Bayernweit: 3.408 Euro/Quadratmeter).
  • Der Kostenvorteil des Kaufens gegenüber dem Mieten liegt in Ansbach bei rund 31 Prozent (Deutschlandweit: 33 Prozent, bayernweit: 25 Prozent).

Immobilienpreise stark gestiegen

Laut Studie beträgt der Preisanstieg für Wohnimmobilien seit 2005 in Bayern durchschnittlich 78 Prozent. Die bundesweite Entwicklung im selben Zeitraum liegt mit 54 Prozent niedriger. Spitzenreiter in Nordbayern ist Erlangen (101 Prozent), gefolgt von Nürnberg (97 Prozent). Moderatere Erhöhungen gibt es in der Region: In der Stadt Ansbach sind die Preise um 52 Prozent gestiegen, im Landkreis Ansbach um 19 Prozent. Dies hat zur Folge, dass Käufer für den bundesdeutschen durchschnittlichen Kaufpreis einer Immobilie in Höhe von 264.000 Euro in der Stadt Ansbach 111 Quadratmeter Wohnfläche erhalten, im Landkreis Ansbach hingegen 175 Quadratmeter. Zum Vergleich: In der Stadt Erlangen erhalten Käufer für das gleiche Geld nur 64 Quadratmeter, in der Stadt Nürnberg 77 Quadratmeter und im Bundesschnitt 111 Quadratmeter (Bayern: 77 Quadratmeter).

In Ansbach: Das 5,7-fache des Jahreseinkommens für den Immobilienkauf

Die Preisdynamik wirkt sich auch auf das Verhältnis des Kaufpreises zum Jahreseinkommen aus: In der Stadt Ansbach muss man für den Erwerb einer Immobilie im Durchschnitt das 5,7- fache des Haushaltsjahresnettoeinkommens für den Immobilienkauf aufwenden. Im Landkreis Ansbach liegt dieser Wert bei 3,5. „Eine Überhitzung des Marktes sehen wir trotz der gestiegenen Immobilienpreise nicht“, erläutert Stefan Schindler und ergänzt: „Neben dem Kostenvorteil gegenüber der Miete ist die Wertstabilität der Immobilien gegeben.“

Die eigenen vier Wände machen glücklicher

Für den Traum vom Eigenheim sind die potentiellen Käufer bereit, in anderen Lebensbereichen kürzer zu treten oder auch weiter zum Arbeitsplatz zu pendeln, wie die Studie zeigt: 40 Prozent der Befragten in Deutschland planen in diesem Zusammenhang sich sehr stark oder stark einzuschränken. Auch die Bereitschaft, bis zu 30 km zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu pendeln, ist weiter von 67 Prozent in 2017 auf 78 Prozent in 2019 gestiegen. Drei Viertel der Befragten sehen das eigene Heim als wichtigen Beitrag für ihre Altersvorsorge. 60 Prozent sind sich sicher, dass Kaufen am Ende günstiger ist als Mieten. „Abseits der finanziellen Sicht – Menschen, die sich ihren Traum vom eigenen Heim verwirklich haben, sind laut Studie doppelt so glücklich wie Mieter“, schließt Stefan Schindler die Ergebnisse der Sparda-Studie ab.

Online-Tool

Das Online-Tool zur Studie ist unter www.sparda-wohnen2019.de verfügbar. Hier können detaillierte Informationen zu Ihrer gewünschten Region interaktiv abrufen und verglichen werden. Auch steht die Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2019“ dort zum Download bereit.

Über die Studie

„Wohnen in Deutschland 2019“ ist eine Studie, die durch die Sparda-Bank Nürnberg eG gemeinsam mit dem Verband der Sparda-Banken e.V. beauftragt wurde. Eingebunden sind die Ergebnisse des Beratungsunternehmens „Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult)“ und des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD). Sie ist die dritte Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland“ nach 2014 und 2017. Anhand ausgewählter Wohnungsmarktindikatoren sowie Ergebnissen der Zukunftsampel – einer Entwicklungsprognose auf Basis von Wirtschaftsstärke, Zukunftsfähigkeit, Demografie und Attraktivität – wird die derzeitige Immobilienmarktlage aller 401 Kreise und kreisfreien Städte
(= Regionen) in Deutschland sowie ihre Zukunftsfähigkeit analysiert. Ergänzt wird die Analyse durch Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu den Themen aktuelle Wohnsituation und Eigentumserwerb. Insgesamt 1.249 Personen wurden hierzu vom 5. Januar bis 17. Januar 2019 in Face-to-Face-Interviews befragt.

Daten und Fakten zur Sparda-Bank Nürnberg

Die 1930 gegründete Sparda-Bank Nürnberg eG ist die größte genossenschaftliche Bank in Nordbayern und mittlerweile mit 15 Filialen und 9 SB-Centern in der gesamten Region vertreten. Heute ist die Sparda-Bank Nürnberg eG eine Direktbank mit Filialen; das heißt, sie verbindet die Vorteile einer Direktbank (günstige Konditionen und einfache Abwicklung) mit den Vorteilen einer Filialbank (qualifizierte und persönliche Beratung). Das wissen die Kunden zu schätzen: Schon zum 26. Mal in Folge wurden die Sparda-Banken bei der unabhängigen Umfrage „Kundenmonitor Deutschland“ von der ServiceBarometer AG zu der Filialbank mit den zufriedensten Kunden gewählt. Die Sparda-Bank Nürnberg hat insgesamt über 222.000 Mitglieder. Viele der neuen Mitglieder gehen auf Empfehlung zufriedener Sparda-Kunden zur Sparda-Bank Nürnberg. Die Bilanzsumme der Bank betrug 2018 rund 4,2 Milliarden Euro.

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