Maßnahmenpaket zum 1. April: Leerstand soll zu Mini-Wohnungen umfunktioniert werden. Fotomontage: Nico Jahnel / Dominik Ziegler
Maßnahmenpaket zum 1. April: Leerstand soll zu Mini-Wohnungen umfunktioniert werden. Fotomontage: Nico Jahnel / Dominik Ziegler

Konzept „Lebendige Innenstadt“ soll mit Sofortmaßnahmen Ansbach beleben

Update: Bei diesem Artikel vom 1. April 2019 handelt es sich um einen Aprilscherz! 

Nachdem die Geschäftsführung des Citymarketing Ansbach e.V. in diesem Jahr von ausgewiesenen Experten der CUMA übernommen wurde, punktet der Verband mit Innovationen rund um die Rezatstadt. Erst kürzlich wurde mit Bekanntgabe des 1. Ansbacher Weinfestes ein neues Highlight für den Eventkalender 2019 angestoßen. Heute folgt der nächste Paukenschlag: Mit einem Konzept „Lebendige Innenstadt“ soll der im Dornröschenschlaf liegenden Ansbacher Altstadt durch mehrere Sofortmaßnahmen neues Leben eingehaucht werden.

Maßnahmenkatalog im Eilverfahren genehmigt

Von den Ansbach plus Fans als „Geisterstadt“, „totenleer“ oder „kahl“ bezeichnet, wird nun durchgegriffen. Arthur Schnitzelmann von der Regionalmarketing-Agentur CUMA: „Ansbach braucht Leben! Besonders die Leerstände sind verschenkter Platz. Und wir sollten den Wünschen der Ansbacher, was die Einkaufsstruktur der Stadt betrifft, nachkommen.“ Demnach seien in dem Maßnahmenkatalog, der im Eilverfahren vom Stadtrat durchgewunken wurde, u.a. folgende Punkte aufgeführt, die ab dem 1. April in die Umsetzung gehen:

Diversität der Innenstadt soll angekurbelt werden

Auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern darf es in Zukunft nur mehr maximal drei Dönerläden, Optiker und Spielhallen geben – in einem Losverfahren soll bestimmt werden, welche Läden bei ihrem ursprünglichen „Handwerk“ bleiben dürfen; alle weiteren werden angehalten, sich eine neue Geschäftsbasis zuzulegen. Die Bürger Ansbachs werden darüber hinaus aufgerufen, Vorschläge für Lokale und Läden per Mail einzureichen. Diese werden von einer Sachkommission geprüft und eine Auswahl wird verpflichtend umgesetzt, um die Diversität der Innenstadt anzukurbeln. Vorrang bei der Vergabe der Lokale und Läden haben diejenigen Betreiber, die im Losverfahren im oben genannten Punkt den Kürzeren gezogen haben.

Leerstände in Wohnungen umgewandelt

Eine weitere Maßnahme soll sowohl den Leerständen als auch dem Wohnungsmangel den Garaus machen. Die Leerstände der Innenstadt werden in den nächsten Wochen saniert und mit Milchglasfenstern versehen. Die Räume werden dann in Appartements umgewandelt und aufgrund der Größe bevorzugt an Studenten und Singles vermietet. Die dadurch frei werdenden Kapazitäten sollen wiederum Familien und Älteren zu Gute kommen. In Ansbach liegt der durchschnittliche Mietpreis für Neubauwohnungen laut Studie bei 8,34€ pro Quadratmeter. Durch diese Maßnahme sollen die Preise stabil gehalten bzw. sogar gesenkt werden. Von der Stadt gibt’s für diejenigen, die sich als Mieter des Sofort-Wohnraumprogramms bewerben sogar noch ein Zuckerl oben drauf: sie werden mit 1.000 Euro für die repräsentative Möblierung der Leerstände unterstützt. Das Milchglas soll aber selbstverständlich vor neugierigen Blicken schützen.

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