Gegen Feinstaubbelastung: „Zwangsfahrgemeinschaften“ für Pendler

Update: Bei diesem Artikel vom 1. April 2019 handelt es sich um einen Aprilscherz! 

Ansbach gehört zu den Städten in Deutschland, die sehr viele Pendler anzieht. Die damit einhergehende Feinstaubbelastung ist natürlich ein klarer Nachteil. 17.626 Beschäftige kommen laut dem Pendleratlas aus einem anderen Landkreis in die Stadt Ansbach. Die meisten Pendler, die das Auto nutzen, fahren dabei täglich alleine.

Darauf will die Stadtverwaltung nun reagieren und startet das Projekt “Fahrgemeinschaft fördert Leidenschaft – Liebe die Natur”. Ergebnis soll letztendlich weniger Stau sein und das Parkplatzproblem soll ebenfalls auf einen Schlag gelöst werden.

Pro Platz 50 Euro Bußgeld

Bei dem Projekt werden Pendler ohne Mitfahrer zur Kasse gebeten – und das ordentlich. Pro freiem Platz im Auto werden täglich 50 Euro berechnet. Bei Nichtbeachtung können also schnell mal 600 Euro im Monat fällig werden, sofern man lieber alleine zur Arbeit fährt. “Einzelfahrer wollen wir in Ansbach nicht mehr. Die Menschen sollen stärker an die Natur denken”, so der städtische Beauftragte für das Projekt.

150 neue Mitarbeiter zur Überwachung

Täglich sollen nun die einfahrenden Fahrzeuge mit der Anzahl der Mitfahrer gelistet werden. Für eine optimale Umsetzung stellt die Stadt bis zu 150 neue Mitarbeiter ein, die täglich den Verkehr an den Knotenpunkten überwachen und die Fahrzeuge mit Insassen notieren, das bestätigt Umweltreferent Daniel Gultz unserer Redaktion.

Mülltransport als Ausgleich möglich

Um das Konzept Naturschutz abzurunden, haben die Pendler die Möglichkeit, ihr Bußgeld mit einem Mülltransport abzustottern. Täglich können Pendler bei der Stadt Pakete mit Müll abholen und diese bei der Ausfahrt aus Ansbach zu benachbarten Anlaufstellen bringen. Jede Fuhre deckt das Bußgeld für einen fehlenden Mitfahrer ab. Die Kasse der Stadt klingelt so doppelt: Neue Einnahmen durch Bußgelder und Einsparung durch geringere Kosten bei der Müllabfuhr.

Start ab dem 01. April

Umgesetzt wird das Projekt ab sofort und soll auf unbestimmte Zeit laufen. Die Stadt hofft durch die Zwangsgebühr die Wahrnehmung der Pendler für die Natur zu stärken.

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