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Schichtführer Harald Letzner (rechts) im Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ansbach, Lisa-Marie Buntebarth, und den beiden Schülerinnen Nadine Breckner und Sina Hald. Foto: Nico Jahnel
Schichtführer Harald Letzner (rechts) im Gespräch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ansbach, Lisa-Marie Buntebarth (links), und den beiden Schülerinnen Nadine Breckner und Sina Hald. Foto: Nico Jahnel

Boys‘ and Girls‘ Day: Zwei Schülerinnen in der integrierten Leitstelle in Ansbach

178.497 Anrufe gingen 2018 bei der integrierten Leitstelle in Ansbach (ILS) ein. Feuerwehr und Rettungsdienst kamen dabei zusammen auf über 60.000 Einsätze. Ein Beruf der für Männer gemacht ist, richtig? Falsch. Bis jetzt ist nur eine von 27 Mitarbeitern in der Leitstelle weiblich. Das soll sich ändern. Mit dem bundesweiten Aktionstag Girls‘ und Boys‘ Day soll den Schülern eine Chance geboten werden, Einblicke in Berufe zu bekommen, die nicht gerade typisch für Mädchen beziehungsweise Jungen sind.

Einblick in „nicht-typische“ Berufsbilder

Seit letztem Jahr bietet die ILS in Ansbach den Mädchen aus den Schulen, die Möglichkeit in einen Beruf reinzuschnuppern, der normalerweise von Männern gestemmt wird. Sina Hald und Nadine Breckner sind 13 und 14 Jahre alt und gehen beide auf die Wirtschaftsschule. Beide haben schon Schnuppertage am Girls Day‘ hinter sich. Nadine konnte beispielsweise bei Bosch schon wertvolle Erfahrungen sammeln.

Während beim Girls‘ Day 2019 im Bezirk Ansbach-Weißenburg rund 158 Betriebe mitmachen und somit 1.003 Plätze für Mädchen geschaffen werden, waren es beim Boys‘ Day 2018 84 Betriebe und 368 Plätze. Bei den Jungs ist der Fokus auf sozialen Berufen, wie in einem Pflegeheim oder Krankenhaus. Dabei soll der früheren Sozialisation und Erziehung gegengesteuert werden, aus der man meistens in, für das Geschlecht typische, Berufsbilder gelotst wird.

Erfahrungen und Informationen sammeln

Weil der Beruf des Disponenten in der Leitstelle sehr techniklastig ist, eignet sich ein Schnupperpraktikum für Mädchen. Dabei wird ihnen auch klargemacht, dass der Weg in die Leitstelle meistens mit dem normalen Rettungsdienst beginnt. Hat man sich dort bewährt, steht einem Job vor den Computern und am Telefon nicht mehr viel im Weg. Beide waren übrigens überrascht wie oft das Telefon, wegen Unfällen oder kleineren Problemen, in der Dienststelle klingelt.

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Sina hat jedoch schon eine klare Sicht, was ihre Zukunft angeht. Buchstäblich. Sie will Optikerin werden. Vor allem, weil sie damit Menschen helfen könne. Bei Nadine schwankt die Berufswahl noch ein wenig. Von Krankenschwester bis Bürokauffrau ist alles dabei. Doch das ändere sich noch täglich. Da die beiden erst die 8. Klasse besuchen, haben sie ja noch ein bisschen Zeit herauszufinden, was sie in der Zukunft beruflich ausüben wollen. Den Girls‘ und Boys‘ Day finden beide wirklich gut. Einfach um Einblicke und Informationen zu sammeln, die man so eben nicht bekommt. Das fasst die Aufgabe und das Ziel dieses Aktionstages auch ganz gut zusammen.

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