An britischen Universitäten kann jeder seine Trinkflaschen kostenlos an Wasserstationen auffüllen. Foto: Annika Betz.
An britischen Universitäten kann jeder seine Trinkflaschen kostenlos an Wasserstationen auffüllen. Foto: Annika Betz.

Öffentliche Wasserspender – Eine Idee für Ansbach?

Erst vor Kurzem hat unser Bundespräsident zum bewussteren Umgang mit Plastik aufgerufen. Ein Bereich in dem man Plastikmüll einsparen kann sind beispielsweise Flaschen. Anstelle neuer Plastikflaschen könnte man auch eine wiederverwendbare Trinkflasche nutzen und diese unterwegs regelmäßig auffüllen. An britischen Universitäten gibt es in Bibliotheken, Cafeterien und Fakultätsgebäuden sogenannte hydration stations. Hier kann jeder kostenlos seine mitgebrachte Trinkflasche mit gekühltem Wasser auffüllen. Wäre das auch eine Idee für uns in Ansbach, für die Fachhochschule oder auch andere öffentliche Einrichtungen? 

Wasserautomaten an Universitäten

An britischen Universitäten gibt es regelmäßig in den Bibliotheken und auf den Gängen der einzelnen Fakultäten Trinkwasserautomaten. Nicht nur ein Automat steht in einem Gebäude, sondern auf allen Etagen stehen oft einige, für jeden zugängliche, Wasserstationen. Beobachtet man die Wasserspender eine Weile, so merkt man schnell, dass sehr viele Studenten und Professoren ihre Flaschen auffüllen. Als kleines Extra sieht man in einer Ecke die Zahl der Plastikflaschen, die durch das Auffüllen an diesem Automat bereits eingespart wurden.

Als kleines Extra sieht man in einer Ecke die Zahl der Plastikflaschen, die durch das Auffüllen an diesem Automat bereits eingespart wurden.

Als kleines Extra sieht man in einer Ecke die Zahl der Plastikflaschen, die durch das Auffüllen an diesem Automat bereits eingespart wurden.

Warum auf Trinkflaschen umsteigen?

Jeder Deutsche verbraucht im Schnitt 192 Einweg-Plastikflaschen im Jahr. In Deutschland werden 43 Millionen Plastikflaschen am Tag verbraucht, pro Jahr sind das insgesamt 16 Milliarden Stück. Würde nur jeder Zehnte seine Plastikflaschen durch eine wiederverwendbare Trinkflasche tauschen, so könnten 45.000 Tonnen Müll eingespart werden. Außerdem kann kostenloses Wasser zum Trinken animieren und so die Gesundheit fördern. Denn ist die Plastik-Wasserflasche erst einmal leer, so füllt man sie selten selbst wieder auf. Man kauft lieber eine Neue.

Refill-Bewegung auch in Deutschland

Aus England kommt zudem die Bewegung Refill. Refill zu deutsch nachfüllen oder auffüllen veranlasst immer mehr Menschen ihre eigenen Trinkflaschen wieder aufzufüllen. An vielen Standorten, alle mit einem Symbol gekennzeichnet, kann man kostenlos seine Trinkflasche mit Leitungswasser auffüllen lassen. Sogar am Flughafen ist es mitunter möglich. Mittlerweile ist Refill nach Deutschland gekommen. Im März 2017 hat es in Hamburg begonnen und sich nun deutschlandweit verbreitet. In Ansbach ist die Aktion leider noch nicht angekommen. Will man sich aber dafür einsetzen, dann findet man alle Informationen hierzu auf der Homepage von Refill Deutschland.

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Wasser Nachfüllen in Ansbach

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er auf eine Trinkflasche umsteigen möchte oder nicht. Man sollte sich allerdings bewusst werden, wie viel Plastikmüll allein wir Deutschen verbrauchen. Laut der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland so viele Plastikflaschen verbraucht, dass sie übereinander gestellt 13 Mal von der Erde bis zum Mond reichen würden.

Aber wie sieht es nun mit der Fachhochschule und anderen öffentlichen Einrichtungen bei uns in Ansbach aus? Laut Euch gibt es neben der Promenade und der Riviera auch bereits in der ein oder anderen Schule und bei manchem Arbeitgeber so einen Spender. Kennst Du weitere Trinkspender? Was hältst du von der Idee, würdest Du das Angebot nutzen? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar.

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