Big Ben - Foto: Nina Härtle
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Vorbereitung auf den Brexit: „What can we do?“

Ein ungeregelter, chaotischer Brexit ohne Vertragswerk zwischen der EU und Großbritannien wird immer wahrscheinlicher. Deshalb wissen Betriebe mit Geschäftskontakten nach Großbritannien nicht, was ab dem 29. März genau auf sie zukommt und wie sie sich konkret vorbereiten sollen. Diese Unsicherheit spiegelt sich laut der IHK Nürnberg auch in der aktuellen Umfrage „Going International“ wider, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bundesweit durchgeführt hat.

Verschlechterung der Geschäfte wird befürchtet

Bei der Sonderbefragung „Brexit“ gaben 70 Prozent der deutschlandweit Befragten an, dass sie 2019 mit einer Verschlechterung der Geschäfte mit Großbritannien rechnen. Die Mehrzahl der Betriebe befürchtet insbesondere komplizierte Zollverfahren und umfangreiche Zollzahlungen. An der Sonderumfrage nahmen auch 27 Unternehmen aus Mittelfranken teil. Elf von ihnen denken darüber nach, längerfristige Aktivitäten im Vereinigten Königreich (z. B. Niederlassungen) in andere Länder zu verlagern. 18 Betriebe erklärten, sie hätten sich noch nicht mit dem Brexit beschäftigt bzw. sie wüssten angesichts des wahrscheinlichen harten Brexit nicht, wie die Vorbereitungen konkret aussehen könnten. Rund ein Dutzend Betriebe hat versucht, durch Zollschulungen, Gespräche mit Geschäftspartnern und Überprüfung der Lieferketten etwas Klarheit zu gewinnen.

Armin Siegert, Außenwirtschafts-Chef der IHK Nürnberg für Mittelfranken, erklärt, die Beratungsangebote und Informationsveranstaltungen der IHK würden sehr gut genutzt. Er plädiert trotz der Unsicherheiten dafür, sich ernsthaft mit dem Brexit auseinanderzusetzen und verweist auf die IHK-Website www.ihk-nuernberg.de/brexit. Dort sind umfassende Informationen abrufbar – u. a. ein Brexit-Glossar, Checklisten, Leitfäden und Handlungsempfehlungen, insbesondere für die Bereiche Warenverkehr/Zoll, Dienstleistungsverkehr, Recht, Steuern, Transport/Logistik, Finanzdienstleistungen und Wechselkurs.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK Nürnberg.

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