Schon seit 12 Jahren macht Holger G. Lang die Führung des Ansbacher Nachtwächters. Foto: Nico Jahnel
Schon seit 12 Jahren übernimmt Holger G. Lang die Führung des Ansbacher Nachtwächters. Foto: Nico Jahnel

Ansbacher Original: Eine Führung mit dem Nachtwächter

Schon seit 12 Jahren übernimmt Holger G. Lang die Führung des Nachtwächters, in der man viel über Ansbach, den Job des Nachtwächters damals und weitere interessante Dinge lernt. Die Tour führt dabei quer durch Ansbach und dauert ca. eine Stunde. Wir haben uns mit dem Nachtwächter, der während der Tour übrigens auch die ein oder andere Gesangseinlage einbaut, unterhalten und mehr über ihn selbst erfahren.

Wie sind Sie dazu gekommen, diese Führung zu übernehmen?

„Ich war einmal bei der Rothenburger Nachtwächter-Tour dabei und hab mir gedacht, dass das für Ansbach auch was wäre. Ich hab mich dann entsprechend mit dem Ansbacher Verkehrsbüro in Verbindung gesetzt. Dann hat es zuerst geheißen, das kein großes Interesse besteht. Aber mit der Zeit kam dann doch das Interesse. Und dann hat es geheißen, dass ich mal eine Führung entwickeln soll. So ist das Ganze dann entstanden.“

Woher haben Sie das ganze Wissen über Ansbach?

„Ich hab mich schlau gemacht. Ich bin an der Ansbacher Geschichte extrem interessiert.“

Wie lange leben Sie schon in Ansbach?

„Ich bin ein richtiger „Aborigine“, also ein Ureinwohner. Seit meiner Geburt ist Ansbach meine Heimat.“

Haben Sie Fakten über Ansbach, die vielleicht sonst niemand kennt?

„Ganz niemand nicht. Aber welche, an die man schlecht rankommt, ja. Beispielsweise über die Särge der Ansbacher Marktgrafen. Ich bin einer der wenigen Privatpersonen, die bei der Öffnung der Särge mit dabei waren. Da hat man dann mal gesehen hat, wie die Personen, die dort drin liegen, jetzt noch ausschauen.“

Kann man nur als „waschechter Frangge“ Nachtwächter werden?

*lacht* „Theoretisch nein. Wenn man in die Umgebung von Ansbach schaut, siehe zum Beispiel Heilsbronn. Soweit ich weiß sind diese Kolleginnen und Kollegen nicht unbedingt alle waschecht. Aber man sollte natürlich ein Herz für fränkische Geschichte haben.“

Wie lange gibt es schon den Ansbacher Nachtwächter?

„Ich bin jetzt im 12. Jahr.“

Wie lange haben Sie noch vor, den Nachtwächter zu machen?

„So lange ich kann. Es wäre schön, wenn ich 25 Jahre vollbrächte.“

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