Internet, oft lauern hier die Gefahren Foto: Pascal Höfig
Internet, oft lauern hier die Gefahren. Foto: Pascal Höfig

Safer Internet Day 2019: Internet birgt gesundheitliche Risiken für Jugendliche

Aktuelle Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen, dass 12- bis 25-Jährige in Deutschland in ihrer Freizeit jeden Tag durchschnittlich mindestens drei Stunden und am Wochenende bis zu vier Stunden online sind. Etwa 270.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigen zudem eine problematische Nutzung des Internets und von Computerspielen.

Internet ist selbstverständlich

Wie können Eltern auf die ständige Verfügbarkeit von Online-Angeboten über das Smartphone in der Medienerziehung richtig reagieren? Unterstützung bietet die neue Broschüre der BZgA „Online sein mit Maß und Spaß – Elternratgeber zum richtigen Umgang mit digitalen Medien“. Darauf weist das BZgA anlässlich des Safer Internet Day am 05. Februar 2019 hin.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, erklärt: „Das Internet ist insbesondere für junge Menschen selbstverständlich, es gehört zu ihrem Alltag. Die meisten nutzen es täglich zum Chatten, zum Spielen oder zum Zeitvertreib. Neben all dem Spaß, den die digitalen Medien machen, gibt es aber auch gesundheitliche Risiken, die wir nicht ausblenden können. Studien belegen, dass eine übermäßige, unkontrollierte Nutzung von Smartphone, Computerspielen und Internet zu suchtähnlichen Entwicklungen führen kann. Daher müssen Kinder und Jugendliche wissen, wie sie mit den neuen Medien umgehen sollen. Erwachsene sind aufgefordert, hier ganz klare Vorgaben zu machen, Hilfestellungen zu geben und vorzuleben, wie man Internet und Co. sicher und sinnvoll nutzen kann. Ohne Regeln läuft es nicht!“

Erziehende sollten Jugendliche fördernd begleiten

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die Entwicklung der Medienkompetenz junger Menschen ist ein Prozess, den Erziehende fördernd begleiten sollten mit dem Ziel, Jugendliche im eigenverantwortlichen und selbstkritischen Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen. Der BZgA-Elternratgeber hilft zu erkennen, ob Kinder digitale Medien in riskanter oder problematischer Weise nutzen. Eltern sollten ihre Sorgen bezüglich des Nutzungsverhaltens mit den Kindern auch direkt besprechen. Dazu bietet der Ratgeber hilfreiche Tipps, wie sie mit dem Nachwuchs – ohne erhobenen Zeigefinger – ins Gespräch kommen können. Entscheidend ist, Eltern dafür zu sensibilisieren, dass sie für ihre Kinder generell Vorbildfunktion haben, auch was die eigene Nutzung von Smartphone, Tablet oder PC angeht.“

Tipps zur Mediennutzung

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der neuen Broschüre der BZgA sind die „Tipps zur Mediennutzung“: welche Vereinbarungen zur Nutzung digitaler Medien gemeinsam aufgestellt werden können, zum Beispiel festgelegte Offline-Zeiten, oder welche Online-Angebote genutzt werden dürfen.

Darüber hinaus wird auf weitergehende Beratungsmöglichkeiten und konkrete Hilfsangebote verwiesen. Beispielsweise können Eltern im BZgA-Portal www.multiplikatoren.ins-netz-gehen.de Fragen zum Thema und bei Problemen mit digitalen Medien stellen. Sie erhalten eine individuelle E-Mailberatung von qualifizierten Beraterinnen und Beratern. Zudem bietet die BZgA eine Suchfunktion, um bundesweit Beratungs- sowie Behandlungsangebote vor Ort zu finden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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