Telefon. Symbolbild: Pascal Höfig
Telefon. Symbolbild: Pascal Höfig

„EKO 110“ warnt: Zahlreiche Anrufe angeblicher Polizeibeamter

Am Donnerstag erfolgten mittelfrankenweit wieder zahlreiche Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Die Ermittlungskommission „EKO 110“ gibt erneut Verhaltenstipps.

Selbes Muster

Bei allen Anrufen wurde nach bekanntem Muster vorgegaukelt, dass Einbrecher festgenommen worden seien, bei denen Zettel mit Anschrift der Angerufenen aufgefunden wurden und deshalb deren Geld und Schmuck zur Sicherung von Polizeibeamten vorübergehend abgeholt würde. Allein in den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen kam es zu 25 derartigen Telefonanrufen.

In allen Fällen von Anrufen angeblicher Polizeibeamter am gestrigen Tage kam es bislang zu keinem finanziellen Schaden der Angerufenen.

Trickdiebstähle und Einbrüche

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich vor Straftätern, die das vorhandene Vertrauen der Bürger in die Polizei dazu ausnutzen, um an Daten oder Geld von vornehmlich älteren Personen zu gelangen. Die Täter nutzen die erhaltenen Informationen in der Regel dazu, Trickdiebstähle und Einbrüche vorzubereiten oder Bargeld abzuholen.

In diesem Zusammenhang gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten
    stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die
    Nummer des Anrufers.
  • Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die Notrufnummer
    „110“! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige Phantasienummern im
    Display erscheinen.
  • Beachten Sie auch, dass es den Tätern mittlerweile möglich ist,
    die echten Rufnummern von Polizeidienststellen im Telefondisplay
    anzeigen zu lassen!
  • Sollten Sie daran zweifeln, von einem echten Polizeibeamten
    angerufen zu werden, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück.
    Suchen Sie die Rufnummer hierfür jedoch stets selbst heraus.
  • Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen
    Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren
    Vermögensverhältnissen oder dem Aufbewahrungsort von Schmuck und
    Bargeld.
  • Deponieren Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände außerhalb
    Ihrer Wohnung, wenn Sie am Telefon von angeblichen Polizeibeamten
    dazu aufgefordert werden.
  • Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

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