Photovoltaik auf einem Hausdach. Symbolfoto: Pascal Höfig
Photovoltaik auf einem Hausdach. Symbolfoto: Pascal Höfig

Hochwasser, Klimaschutz & Co.: Stellungnahme der ÖDP zum ISEK-Entwurf

Nach den Stellungnahmen von Bündnis 90/Die Grünen und der Offenen Linke Ansbach haben sich auch die Fraktion der ÖDP zum ISEK-Entwurf (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) geäußert. Auch dieses Statement in ungekürzter Form:

Vorbemerkung

„Das vom städtischen Team zusammen mit dem Büro UmbauStadt ausgearbeitete Konzept bildet eine sehr gute Grundlage für die weitere zukünftige städtische Entwicklung. Wir möchten uns sehr bedanken für das toll ausgearbeitete und dargestellte Entwicklungskonzept. Es bietet eine Fülle von Anregungen und Ideen. Dennoch sollten aus unserer Sicht einige Themen stärker akzentuiert bzw. weniger gewichtet werden.

Die Stichpunktsammlung im Überblick:

  • Zusätzliches Kapitel „Förderung der Biodiversität“. Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt sollte auch Eingang ins ISEK finden. Auch die Qualifizierung von Freiflächen durch ökologische Maßnahmen ist als Ziel zu formulieren. In diesem Zusammenhang bitten wir um Berücksichtigung der Stellungnahme von Frau Monika Riepl, der wir uns anschließen.
  • Die Darstellung wichtiger Punkte der Naturschutz- bzw. Biotopkartierung und des Waldfunktionsplanes fehlen und sollten ergänzt werden.
  • Das Thema Sturzflutmanagement (Klimaschutzvorsorge) ist stärker hervorzuheben. Nicht nur am Kammerforster Hang sondern auch in anderen ungünstigen Lagen im Stadtgebiet bestehen Probleme.
  • Hochwasserschutz ist nicht nur ein Thema für die Altstadt. Auch in einigen Ortsteilen besteht Hochwassergefahr. Zumindest die festgesetzten Überschwemmungsgebiete oder die Hochwassergefahrenkarten sollten angesprochen werden.
  • Der Potentialraum Grünfläche an der Ludwigshöhe ist auch in Verbindung mit der Entwicklung des Geländes der Barton Barracks zu sehen. Eine bessere Zielbeschreibung sollte vorgenommen werden.
  • Am Standort der Barton Barracks ist vordringlich die Altlastenfrage abzuklären. Dies muss mit hoher Priorität Eingang in den Maßnahmenkatalog finden. Die weiteren Planungen zur Entwicklung des Areals setzen wir an Nummer eins des Maßnahmenkataloges.
  • Bei der Darstellung der Radwege ist die Route über den Scheerweiherdamm Richtung Steinersdorf zu ergänzen. Auch die Umrundung des Scheerweiherareals über Neudorf und Dornberg sollte als Entwicklungsziel dargestellt werden.
  • In Ansbach kommen sehr viele Radtouristen mit der Bahn und starten dann Richtung Seenland. Diese Verbindung ist als überregionaler Radweg mit aufzunehmen. Auch die Fortführung der Radwege in Dornberg, Höfen und Oberdombach alle in Richtung Leutershausen ist als Entwicklungsband darzustellen.
  • Die Entwicklung von PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden ist noch stärker hervorzuheben. Ansbach hat eine Vorbildfunktion. Wie sieht es beispielsweise am Verwaltungsgebäude Nürnberger Straße oder an weiteren städtischen Gebäuden aus?
  • Bei den Schulen und der Entwicklung der Stadt als Kompetenzzentrum Medizintechnik ist die Rolle der Maschinenbauschule stärker hervorzuheben. Auch auf anderen Feldern bildet die Maschinenbauschule ein Alleinstellungsmerkmal.
  • Das Ziel eines attraktiveren ÖPNV ist stärker hervorzuheben. Dazu zählen günstigere Tarife und eine Vereinfachung im Schülerverkehr (zumindest bei den Grundschülern). Besonders wichtig ist aber auch noch die Straffung der Linienführung. Bei der bestehenden Schleifenlösung ist bei einigen Linien eine kleine Rundreise und viel Zeitaufwand erforderlich, um in die Innenstadt zu gelangen.
  • Das Thermoselect-Areal fristet als sehr gut erschlossener Industriestandort ein Dornröschendasein. Eine Aufnahme in das Konzept ist erforderlich.
  • Die Südwesttangente ist wegen ihrer gravierenden Auswirkungen nicht nur auf Naturhaushalt und Ökologie mit einer sehr geringen Priorität zu behandeln.
  • Weitere Punkte, die aus unserer Sicht einer erweiterten Darstellung bedürfen, sind:
    • Digitalisierung der Schulen
    • Schaffung von sozial integriertem Wohnungsbau; kostengünstige Wohnungen
    • Zukunftsgestaltung für das neu gegründete Kulturforum.

Zusammenfassend möchten wir dem Team nochmals ein besonderes Lob aussprechen. Ganz besonders gefallen hat uns die Entwicklung der „Impulsprojekte“ als zusätzliche Ideengeber.“

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