Klassenzimmer in der Schule. Symbolbild: Pascal Höfig
Klassenzimmer in der Schule. Symbolbild: Pascal Höfig

Umfrage: Was halten Schüler eigentlich von Ansbach?

1.270 Schüler und Schülerinnen der Ansbacher Schulen nahmen an der Umfrage des Jugendrat Ansbach unter dem Titel „Wie findest du Ansbach?“ teil. Dabei wurden die 10 -19 Jährigen unter anderem über die Freizeitmöglichkeiten, sowie die Innenstadt in Ansbach, befragt. Wir haben die Ergebnisse der Befragung für Euch zusammengefasst.

Ausgangssituation

Der Fragebogen umfasst 21 Fragen einschließlich zwei offener Fragen. Beim Großteil der Fragen konnten Noten von 1 bis 6 vergeben werden. Er beginnt mit einer Erhebung allgemeiner, personenbezogener Daten. Zu diesen zählen das Geschlecht, die Herkunft (Stadt oder Landkreis Ansbach) und das Alter der Schüler und Schülerinnen. 713 Fragebogenteilnehmer waren dabei männlich, 557 weiblich. Etwa eine Hälfte der Teilnehmer und Teilnehmerinnen wohnt im Ansbacher Stadtgebiet, die andere Hälfte im Ansbacher Landkreis.

Freizeitmöglichkeiten

In der ersten Frage wird durch Schulnoten bewertet, wie die Schüler/-innen die Freizeitmöglichkeiten ihrer Stadt finden. Dabei wurde die Note 3 am meisten vergeben, sowie die Note 4 am zweithäufigsten. Die zweite Frage soll klarstellen, was den Schüler/-innen an Freizeitmöglichkeiten fehlt, weswegen bei dieser Frage eine Mehrfachantwort möglich war. Dabei wird klar, dass vor allem „Ausgeh-Möglichkeiten“ in Stadtzentrumsnähe, sowie durchgehend geöffnete Sportplätze und Outdoor-Fitnessparcours vermisst werden.

Innenstadt

Mit den Restaurants, Kaffees und Bars zeigen sich die Schüler/-innen zufrieden. Dabei wurde die Note 2 am häufigsten, sowie die Note 3 am zweithäufigsten vergeben. Ähnlich ist es bei den Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt. Dabei wurde die Note 3 um vier Stimmen häufiger genannt als Note 2. Der Durchschnitt der Zufriedenheit liegt dabei bei der Note 3,15. Außerdem wird klar, dass ganze 621 Teilnehmer/-innen das Café „Timeout“, welches extra für Schüler ist, überhaupt nicht kennen. Ähnlich ist das Ergebnis bei der Nachfrage zum Ansbacher Jugendzentrum: 823 kennen dieses laut Umfrage nicht.

ÖPNV

579 Schüler und Schülerinnen nutzen, laut der Umfrage, den öffentlichen Nahverkehr. Mit der Preisgestaltung der öffentlichen Verkehrsmittel zeigen sich die 1.000 Teilnehmer/-innen dieser Frage gespalten, was sich an 322 Stimmen für Note 3, 206 Stimmen für Note 2 und allerdings nur 41 Stimmen für Note 1 äußert – als Gesamtnote gab es in diesem Punkt eine 3,48. Auch die Fahrzeiten des ÖPNV ab 17.00 Uhr wurden benotet. Dabei fällt auf, dass nur 16 Stimmen auf Note 1 fallen. Von Note 2 bis Note 6 ist alles dabei und annähernd gleich verteilt, wobei die Note 3 am häufigsten gewählt wurde. Fast genau so sieht es mit der Zufriedenheit der Fahrzeiten am Wochenende aus.

Offene Fragen

Außerdem sollten die 1.270 befragten Schüler/-innen der Stadt Ansbach in der Umfrage des Jugendrates in einer offenen Frage angeben, welche Ideen sie für die Innenstadt haben. Ein großer Teil der Schüler/-innen (genau 100 Personen) wünscht sich einen „Starbucks“. Auf dem zweiten Platz folgt mit 75 Stimmen ein KFC-Restaurant (Kentucky Fried Chicken) für die Innenstadt. Überdies wünschen sich die Schüler/-innen generell mehr Einkaufsmöglichkeiten (69 Stimmen). Des Weiteren werden weitere Vorschläge gebracht, die es vorwiegend in Nürnberg zu besuchen gibt, wie beispielsweise ein Trampolinpark oder einen Snipes-Store.

Die offene Frage „Wie würdest Du Dich im Jugendzentrum einbringen?“ beantworten nur 23 der Fragebogenteilnehmer/-innen. Bedingt durch die sehr geringe Nennungshäufigkeit ließen sich hier keine weiteren Ergebnisse ableiten.

Fazit

Dass der Innenstadt an Leben und Läden fehlt, ist eine Diskussion, die immer wieder aufflammt und auch in Grundzügen aus den Antworten der Jugendlichen gelesen werden kann. Bars und Restaurant gibt es für sie ausreichend, doch den Schülern und auch Studenten fehlen richtige „Ausgeh-Möglichkeiten“, wie ein Club, und „Freizeit-Möglichkeiten“, z.B. ein Outdoor-Fitness-Parcours oder ein öffentlicher Grillplatz. Auch bei den Fahrzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel gibt es für die Schüler Luft nach oben. Dass den Schülern außerdem typische Restaurantketten fehlen ist sicherlich nicht nur in Ansbach der Fall. Eine Besonderheit könnte aber sein, dass sie in Nürnberg als Großstadt direkt um die Ecke liegen und demnach bekannt sind.

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