OB Carda Seidel wenige Tage vor den Haushaltsberatungen 2019 – am 22. November ist es soweit. Foto: Inna Ernst
OB Carda Seidel wenige Tage vor den Haushaltsberatungen 2019 – am 22. November ist es soweit. Foto: Inna Ernst

Haushaltsberatungen 2019: Investitionen für 25 Millionen Euro

Am 22. November finden die alljährlichen Beratungen für den Haushalt der Stadt Ansbach für das Jahr 2019 statt, wo darüber entschieden wird, welche Investitionen in welche Projekte einfließen werden. Schon im Vorfeld haben die Oberbürgermeisterin Carda Seidel und die zuständigen Referenten einen Überblick zu den wichtigsten Punkten unter Berücksichtigung der mittelfristigen Planung gegeben.

Laut Frau Seidel verfügt die Stadt Ansbach über einen sehr soliden und leistungsfähigen Haushalt. Zwar stießen die Einnahmeerwartungen aufgrund der schwachen Steuereinnahmen an ihre Grenzen, dennoch ist auch im Verwaltungshaushalt eine Steigerung zu verzeichnen. Außerdem wurde im letzen Jahr sehr sparsam gewirtschaftet, so dass der Haushalt 2019 den Möglichkeiten standhalten wird. Die Leistungsfähigkeit zeige sich auch an dem großen Investitionsvolumen. Insgesamt sei für das nächste Jahr ein Volumen von rund 25 Millionen Euro geplant – vier Millionen mehr als im Vorjahr. Hohe Summen werden vor allem in die Bereiche Bildung sowie Infrastruktur fließen.

Investitionen für Kitas, Schulen und Straßenbau

Insgesamt plant die Stadt für das kommende Jahr 25 Millionen an Investitionen, wovon das meiste in die Infrastruktur der Stadt fließen wird. 8,5 Millionen Euro seien für den Straßenbau, z.B. die Rothenburger Straße, Am Drechselsgarten und die Urlasstraße, für Erschließungsmaßnahmen sowie für den Bau von Radwegen vorgesehen. Mittelfristig stehen hierfür sogar bis zu 16 Millionen Euro an. Der zweite Schwerpunkt liege auf dem Bildungsbereich, so zum Beispiel die Sanierung der Berufs- und Wirtschaftsschule. Drei Millionen Euro fließen außerdem in Kitas, wie die Kindertagesstätte Kunterbunt und den Kindergarten am Pfaffengreuth sowie in die Planung eines neuen Kindergartens in der Albert-Schweizer-Straße. Mittelfristig seien für Schulen acht Millionen Euro, für Kindergärten 5,5 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen.

Ein großer Posten sei nach wie vor ANregiomed, wofür jedes Jahr hohe Beträge anstehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, der jedoch nicht im Einzelnen beziffert werden könne, sei die Integration von Flüchtlingen. Dieser Posten werde im nächsten Jahr voraussichtlich zunehmen. Ähnlich sehe es mit der zunehmenden Digitalisierung an den Schulen aus, welche auch noch nicht exakt beziffert werden könne.

Bei den Ausgaben sei vor allem im sozialen Bereich, wie der Kinderbetreuung sowie in der Stadtentwicklung mit steigenden Kosten für Personal zu rechnen, wie auch den steigenden sozialen Kosten.

Schulden werden weiter abgebaut

Auch der Schuldenbestand der Stadt Ansbach fällt laut Angaben der Stadt positiv aus. Zur Zeit beträgt dieser 29,8 Millionen Euro und wird zum Jahresende voraussichtlich auf 22 Millionen zurückgefahren. Das macht insgesamt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 528 Euro bei 41.652 Einwohnern. Der Durchschnitt aller vergleichbaren kreisfreien Städte Bayerns läge dabei laut der Oberbürgermeisterin bei 1.300 Euro pro Einwohner. Im Vergleich dazu schneidet die Stadt Ansbach also gut ab. Für das nächste Jahr ist geplant, die Schulden noch weiter abzubauen. Die Kreditermächtigung wird von der Stadt nicht in Anspruch genommen. Stattdessen werden die Rücklagen weiter aufgestockt. Bis zu 10 Millionen Euro an Rücklagen sind dabei bis Ende des Jahres vorgesehen. Auch die Einnahmen sind für das kommende Jahr positiv kalkuliert.

Zusammenfassend lässt sich, so die Verantwortlichen, sagen, dass der Haushalt eine gute Substanz aufweise, weil viele Maßnahmen gemacht würden, die für die Stadt wichtig seien und auch die zukünftigen Entwicklungen im Blick behalten werden.

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