Justizia. Symbolfoto: Pascal Höfig
Justizia. Symbolfoto: Pascal Höfig

Vergewaltigung in vier Fällen: Prozess gegen Ex-Vorstand des Raubkatzenasyls beginnt

Am Mittwoch, den 14.11.2018, beginnt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Ansbach der Prozess gegen den ehemaligen Vorstand des Wallersdorfer Raubkatzen- und Exotenasyls e. V.

Die Staatsanwaltschaft legt dem 57-jährigen Angeklagten insbesondere Vergewaltigung in vier Fällen, davon in drei Fällen in Tateinheit mit Missbrauch von Schutzbefohlenen und davon in einem Fall mit vorsätzlicher Körperverletzung zur Last. Die im Tatzeitraum 17-jährige Geschädigte war im Raubkatzen- und Exotenasyls e. V. in Wallersdorf zunächst als Praktikantin und sodann im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes tätig. Das Gericht hat insgesamt 12 Zeugen sowie eine Sachverständige geladen und vier Fortsetzungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte Anfang Dezember fallen.

Beschuldigter bestreitet die Tat

Der wegen Vergewaltigung angeklagte Mitarbeiter des Raubtier- und Exotenasyls Wallersdorf befindet sich seit November 2017 in Untersuchungshaft und streitet bislang alle Vorwürfe gegen ihn ab, wie sein Verteidiger Dr. Wolfgang Staudinger zuletzt im Juni gegenüber der FLZ erkläte.

„Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe vollumfänglich. Es gab zur Anzeigeerstatterin ein freundschaftlich fürsorgliches Verhältnis im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes. Sexuelle Handlungen fanden nicht statt“, hieß es in einer Stellungnahme des Anwalts zur Anklage der Staatsanwaltschaft.

Die Verantwortlichen des Raubtier‐ und Exotenasyl e.V. hatten sich im März 2018 in einer Pressemitteilung zu den Anschuldigungen gegen ihren ehemaligen Vorstand geäußert.

Darin verwiesen die geschäftsführenden Vorstände des Vereins, auf die bestehende Unschuldsvermutung, die bis zum Abschluss des Verfahrens für den hauptamtliche Tierpfleger des Vereins „Raubtier‐ und Exotenasyl e.V. gelte. Der Vorstand des Vereins stehe in stetigen Kontakt mit den zuständigen Behörden.

„Selbstverständlich ist dies aktuell keine leichte Situation, aber wir müssen und werden die Vereinsarbeit klar von den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft trennen. Wir setzen uns alle für die Tiere und ihr Wohlergehen ein.“, so die  geschäftsführende Vorstände des Vereins, Thoma und Endres, damals.

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