Einkaufen in der Innenstadt. Foto: Barbara Duna.
Einkaufen in der Innenstadt. Foto: Barbara Duna.

Digitalisierung: Fluch und Segen für den Handel

Sinkende Kundenfrequenzen setzen den stationären Handel unter Druck, technologisch aufzurüsten. Auf dem Tag des mittelfränkischen Handels in Nürnberg wurden digitale Tools präsentiert, mit denen Kunden gebunden und Umsätze gesteigert werden können.

Chancen für Händler

Kontaktloses Bezahlen, elektronische Preisschilder oder humanoide Roboter: Die zunehmende Digitalisierung verändert das Gesicht der Geschäfte. Jürgen Oriold, Vorsitzender des Handelsverbands Bayern (HBE) in Mittelfranken: „Die Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise Sprachassistenten, bieten große Chancen für den Handel. Wir können damit besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und unsere Bestell- und Lieferprozesse weiter optimieren.“

Einkaufen über das Smartphone oder den PC ist heute bereits Alltag. Digitale Sprachassistenten von Amazon, Google oder Apple sind auf dem Vormarsch. Oriold: „Der Handel wird immer schneller mit digitalen Innovationen konfrontiert und die Veränderungen werden immer rasanter.“ Viele Unternehmen seien deshalb verunsichert. „Sie spüren den Druck etwas verändern zu müssen. Doch gerade für kleine Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, den Überblick zu behalten.“

Online-Präsenz heutzutage ein Muss

Auf dem Tag des mittelfränkischen Handels wurde den Unternehmen gezeigt, welchen Einfluss der boomende Online-Handel und die Digitalisierung auf Kundenverhalten, Marketing und Geschäftsmodelle haben. Laut Oriold sehen immer mehr Händler die Digitalisierung und den Online-Handel nicht mehr nur als Bedrohung, sondern auch als Chance. „Wenn man auf Dauer am Markt erfolgreich sein will, dann muss sich der stationäre Handel auf das veränderte Kundenverhalten einstellen. Deshalb ist zumindest eine eigene Homepage für jeden Händler ein absolutes Muss.“

Der Online-Handel steigt in Mittelfranken 2018 um 10 Prozent auf rund 950 Mio. Euro. Über 80 Prozent der Einzelhandelsunternehmen sind mit einer eigenen Website im Netz und rund 30 Prozent der mittelfränkische Einzelhändler bieten ihre Ware auch online an.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Handelsverband Bayern.

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