"Elterntaxi kann zur Gefahr werden". Kiss & Go soll helfen. Foto: Pascal Höfig
"Elterntaxi kann zur Gefahr werden". Kiss & Go soll helfen. Foto: Pascal Höfig

„Kiss & Go“ Zonen: Auch eine Idee für Ansbach?

Helikoptereltern, die Eltern die ihre Kinder so behüten wie ein Helikopter seine Kreise zieht. Das Kind am liebsten bis zur Schulbank bringen und oftmals direkt vor der Schultüre parken. Vermutlich hat jeder mal über eben diese geschmunzelt, ein solches Verhalten kann aber auch zu schlimmen Folgen führen, sowohl für Kind als auch für sämtliche Verkehrsteilnehmer.

Deshalb führen aktuell in immer mehr Städten die Schulen so genannte „Kiss & Go“ Zonen bzw. „Kiss & Ride“ Parkplätze ein. Wäre dies auch eine Alternative für unsere überfürsorglichen Eltern in Ansbach?

„Kampf-, Rettungs- und Transporthubschrauber“

Rund 15 bis 20 Prozent der Eltern neigen zur extremen Überbehütung, so eine Schätzung der Psychotherapeuten Martin Klett aus Freiburg gegenüber Welt.de. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten: „Kampf-, Rettungs- und Transporthubschraubern“.

Die „Kampfhubschrauber“ sind diejenigen, die sich wegen allem beschweren, sei es Noten oder Stundenpläne. Der „Rettungshubschrauber“ bringt vergessene Sportbeutel nach und der „Transporthubschrauber“ sorgt vor sämtlichen Schulen für Verkehrschaos.

Neue Zonen an vielen Schulen

Um gerade die sogenannten „Mama Taxis“ vor der Überbehütung und den damit verbundenen Verkehrsrisiken für alle Kinder ein wenig abzuhalten, hat beispielsweise die Goethe-Kepler Grundschule in Würzburg oder auch die Hohewartschule Feuerbach in Stuttgart nun seit geraumer Zeit sogenannte „Kiss and Ride“ Parkplätze bzw. „Kiss and Go“ Zonen eingerichtet.

Hier sollen sich die Eltern von den Kindern verabschieden und das Ganze ein wenig von der Schule entfernt, um das Verkehrschaos zu minimieren. Der bisherige Erfolg gibt den Schulen recht. Zwar gibt es sicherlich immer noch ein paar Unbelehrbare, aber die Mehrheit nimmt die neuen Plätze und Zonen äußerst positiv wahr. Ein weiterer positiver Aspekt, viele Eltern laufen jetzt sogar lieber gemeinsam mit ihren Kindern zur Schule.

Helikoptereltern problematisch

Zum Thema Helikoptereltern meinen Experten, dass es diese wohl immer noch in unverminderter Anzahl gibt und die Überbehütung derer in ihren Augen in sämtliche Lebensbereiche der Kinder eingehe, was die Entwicklung zur Selbständigkeit ihrer Sprösslinge stark einschränken würde.

Gleiches Konzept auch in Ansbach?

Wäre ein derartiges Konzept also auch etwas für die Schulen in unserer Stadt? Keine Frage, derartige Zonen könnten nicht nur die überfürsorglichen Eltern in ihrem Aktionsradius einschränken, sondern gleichzeitig auch die mit unter engen Straßen vor den jeweiligen Schulen deutlich entlasten und dadurch den Kindern die größtmögliche Sicherheit geboten werden.

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