Wespe. Symbolbild: Boris / ready4emotion
Wespe. Symbolbild: Boris / ready4emotion

Warum gibt es dieses Jahr so viele Wespen?

In diesem Sommer scheinen die Wespen überall zu sein. Vor allem wenn man in Ansbach unterwegs ist, um was zu essen oder zu trinken, wird man von den vielen Wespen genervt. Doch warum gibt es dieses Jahr so besonders viele Wespen?

Das Wetter ist schuld

Die Vielzahl der Wespen lässt sich aufs Wetter zurückführen. Denn das war in dieses Jahr besonders insektenfreundlich. Es gab keine großen Kälteeinbrüche im Frühjahr, keine großen Niederschläge und keine Überschwemmungen. Vor allem die „Gemeine Wespe“ und die „Deutsche Wespe“, die die Menschen jetzt am meisten nerven, nisten häufig im Boden.

Durch Regen und Überschwemmungen wurden die Nester in früheren Jahren teilweise zerstört. Das hat in diesem Jahr praktisch nicht stattgefunden. Deshalb haben sich die Wespenvölker gut entwickeln können und befinden sich jetzt auf dem Höhepunkt ihrer Populationsentwicklung. Große Nester können jetzt 5000 bis 10.000 Tiere enthalten.

Wie sieht die Lage in Mittelfranken aus?

„Die Gemeine und die Deutsche Wespe sind in ganz Deutschland stark verbreitet und gelten überall als häufig bis sehr häufig, auch in Mittelfranken. Beide Arten profitieren von den menschlichen Aktivitäten. Die Wespen finden in den Städten und Siedlungen Nistmöglichkeiten und jede Menge Nahrung, nicht nur am Kuchentisch und Grillteller, sondern insbesondere auch im Müll oder an reifem Obst in Gärten“, erklärt Wespenexperte Dr. Manfred Verhaagh vom Naturkundemuseum in Karlsruhe.

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