Symbolbild Fahrrad. Foto: Pascal Höfig.
Symbolbild Fahrrad. Foto: Pascal Höfig.

Freigabe der Fußgängerzone für Radfahrer

Ein langgehegter Traum vieler Radfahrer in Ansbach: Die Fußgängerzone einfach mal durchfahren zu können. Dieser Traum wird ab September wahr werden, zumindest für ein Jahr. Die Fürsprecher verweisen unter anderem auf eine Studie. Wenn es keine Verbotsschilder gibt, würden die Fahrradfahrer rücksichtsvoller fahren. Dem Einzelhandel käme dies auch zu Gute, so die Studie.

Antrag der Grünen

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen stellt in einer Pressemitteilung daher folgenden Antrag an die Stadtverwaltung: Die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer wird durch die Stadtverwaltung aktiv durch eine positiv besetzte Kampagne begleitet. Inhalt und Ziel ist es, allen Verkehrsbeteiligten ein rücksichtsvolles „Miteinander“ und Rücksichtnahme zu kommunizieren, z.B. durch:

  • Informationsstände
  • Hinweisschilder (Miteinanderzone, Radfahrer frei -Schritttempo)
  • Flyer und Plakate
  • Aktive Ansprache von Senioren, Eltern und Schule

Außerdem soll nach Meinung der Grünen ein fester Ansprechpartner/in für Vorschläge zur Verbesserung und für Beschwerden benannt werden, der bei Interessenkonflikten vermittelt.

Begründung für die Maßnahmen

Wie die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, genügt es nicht einfach die Verbotsschilder für Radfahren in der Fußgängerzone zu entfernen und somit die gemeinsame Nutzung dem Zufall zu überlassen. „Es gilt die Menschen für die Idee einer gemeinsamen Nutzung zu gewinnen!“ schreiben die Grünen.

Gemeinsame Nutzung der Straßen und Plätze durch Fußgänger und Radfahrer erfordert von allen Rücksichtnahme und vor allem Verständnis für die Situation und Reaktionen der Mitbenutzer. Der Straßenraum gehört allen, die sich an die Regeln für ein gefahrloses Miteinander halten.

Radfahrer ist „Gast“ in Fußgängerzone

Der Radfahrer ist dabei „Gast“ in den Fußgängerzonen und passt seine Fahrweise und Geschwindigkeit an die Fußgängerdichte an. „Wir sind uns sicher, dass eine positive Begleitung, die auf ein rücksichtsvolles Miteinander von Fußgängern und Radfahrern hinwirkt, wesentlich zum Erfolg der Öffnung beiträgt“, schreibt die Partei in ihrer Pressemitteilung.

„Somit sehen wir in der Öffnung der Fußgängerzone eine Chance zur Entwicklung einer lebendigen Innenstadt, die allen Ansbacherinnen und Ansbachern und Gästen zu Gute kommt“, so die Grünen weiter.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT