Christbaum. Foto: Pascal Höfig
Christbaum. Foto: Pascal Höfig

Hitzewelle: Vertrocknen unsere Weihnachtsbäume?

Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern auch den Pflanzen. Und besonders den Weihnachtsbäumen. Die Nordmanntannen und Fichten benötigen gerade im Hochsommer viel Pflege. Da die Weihnachtsbäume in der Regel bis zu zehn Jahre gepflegt werden, könnte die Bescherung in einem Jahrzehnt also ohne Weihnachtsbaum von dannen gehen. Es sind aber nicht nur die Jungpflanzen, sondern auch ältere Bäume, die dieses Jahr in den Verkauf kommen, betroffen. Denn durch den Wasser- und Nährstoffmangel beobachten Baumproduzenten einen übermäßigen Nadelausfall und gelb verfärbte Nadeln.

Wie sieht die Lage in Mittelfranken aus?

Wir haben bei Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger nachgefragt, wie die Lage aussieht:

Insgesamt sieht die Lage in Süddeutschland deutlich besser aus. In Norddeutschland vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind bis zu 50 Prozent der Jungpflanzen aus dem Frühjahr vertrocknet. Da sieht die Lage in Mittelfranken deutlich besser aus. Insgesamt kommt es aber trotzdem auf die Region an. In manchen Gebieten haben Wärmegewitter immer wieder für Niederschläge gesorgt, in anderen Regionen ist der große Regen seit April ausgeblieben. In acht Jahren wird man das Jahr 2018 wahrscheinlich bemerken, allerdings waren die letzten drei Jahre sehr gut, sodass der Jahrgang durch ältere und jüngere Bäume ausgeglichen werden kann.

Keine Engpässe beim Christbaumhof Peter

„In den letzten Trockenperioden sind uns auch fast alle Jungpflanzen vertrocknet. Jetzt haben wir in einen Beregnungsteich investiert, welcher das Schlimmste bei Spätfrösten, als auch bei Trockenheit verhindern kann. Das heißt, es wird keine Engpässe geben und auch die Preise bleiben stabil“, berichtet der Christbaumhof Peter aus Ansbach.

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