1. Bürgermeisterin der Stadt Leutershausen, Sandra Bonnemeier. Foto: Sandra Bonnemeier
1. Bürgermeisterin der Stadt Leutershausen, Sandra Bonnemeier. Foto: Sandra Bonnemeier

Veruntreuung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Leutershausener Bürgermeisterin

Sandra Bonnemeier ist seit Ende 2016 Bürgermeisterin in Leutershausen, unweit entfernt von Ansbach. Laut der SWP wäre es bereits ihre 4. Kandidatur zur Bürgermeisterin in verschiedenen Städten gewesen. Via Zeitungsannonce hatte sich die Nordrhein-Westfälin „beworben“, so die SZ, da sich zunächst kein einheimischer Kandidat finden wollte.

Schon recht früh in ihrer Laufbahn als Bürgermeisterin von Leutershausen erntete sie Kritik, u.a. aus dem eigenen Stadtrat. Nun kommt es aber ganz dicke: Wegen „möglicher Veruntreuung von städtischen Haushaltsmitteln“ hat die Staatsanwaltschaft Ansbach Ermittlungen gegen die parteilose Bürgermeisterin aufgenommen, dies berichtet der BR.

Mehr als die Hälfte der Stadträte unterzeichnet Beschwerdebrief

Zusätzlich zu der Strafanzeige läuft auch ein Beschwerdeverfahren beim Landratsamt gegen Bonnemeier, dessen Beschwerdebrief von mehreren Stadträten unterzeichnet wurde – laut dem BR mehr als die Hälfte der Leutershausener Stadträte. Diese baten in Bezug auf die Beschwerden um Stellungnahme der Kommunalaufsicht des Landratsamtes, wobei diese „keine Strafanzeige gestellt“ hätte, so der Nachrichtenportal weiter.

Manfred Schmaus äußert sich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk als 2. Bürgermeister der Stadt, bei den diversen Beschwerden ginge es vorrangig um viel Geld. Beispiele würden u.a. eine Informations-Stele für 23.000 Euro beinhalten, die wiederum von einem IT-Dienstleister für ca. 40.000 Euro mit Infos in digitaler Form gefüllt worden sei. Laut BR habe der Stadtrat von der Stele gar nichts gewusst, im Laufe der Zeit wäre sie auch wieder entfernt worden. Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete bereits in der Vergangenheit, dass Bonnemeier Auskünfte zu Ausgaben verweigere.

Fragwürdige Ausgaben in sechsstelliger Höhe

Die Mitglieder des Stadtrats wollen wissen, ob es bei diesen Ausgaben rechtmäßig zugegangen sei – eine „Liste mit fragwürdigen Ausgaben“ würde sich zum derzeitigen Stand bereits bei einer sechsstelligen Summe befinden, so Bürgermeister Schmaus gegenüber dem BR. Das Nachrichtenportal schreibt weiter, dass sich die Stadträte nicht immer ausreichend mit Informationen versorgt gefühlt hätten.

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