Trinkwasser ist in Ansbach so teuer wie sonst nirgends. Foto: Pascal Höfig.
Trinkwasser ist in Ansbach so teuer wie sonst nirgends. Foto: Pascal Höfig.

Trinkwasser so teuer wie sonst nirgendwo in Bayern?

Wie die Offene Linke Ansbach (OLA) in einer ihrer aktuellen Pressemitteilungen schreibt, ist Trinkwasser im Freistaat nirgendwo so teuer wie in Ansbach: Mit 2,99 Euro pro Kubikmeter liegt die Rezatstadt mit Abstand an der Spitze der Preisskala der bayerischen Städte und Landkreise (Übersicht des Statistischen Landesamtes liegt bei).

Der Landesschnitt liegt bei 1,55 Euro. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei etwa 125 Litern Wasser am Tag. So muss eine vierköpfige Familie in der Stadt Ansbach jährlich gut 600 Euro (inkl. des Grundbetrags von 68,75 Euro) an die Stadtwerke überweisen.

Wasserarmes Westmittelfranken

Zum Vergleich: Im Landkreis Ansbach würde die Familie lediglich knapp 400 Euro bezahlen; in Städten ähnlicher Größe wie Amberg oder Kaufbeuren nur 260 Euro beziehungsweise 210 Euro. Seit dem Teilverkauf der Werke an die Thüga AG fließen 40 Prozent aller Energie- und Versorgungsgebühren der Bevölkerung aus Ansbach ab. Im Falle der vierköpfigen Familie 240 Euro für Wasser.

Wasser ist ein kostbares Gut. Foto: Pascal Höfig.

Wasser ist ein kostbares Gut. Foto: Pascal Höfig.

„Der Verweis auf das eher wasserarme Westmittelfranken greift zur Erklärung des Ansbacher Preiswuchers zu kurz“, betont der Vorsitzende der Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA), Boris-André Meyer. „Der Bayernvergleich zeigt klar, dass die Teilprivatisierung der Stadtwerke höhere Kosten für die Ansbacher verursacht. Kommunen, die ihre Werke zu 100 Prozent in Besitz halten konnten oder verlorene Anteile zurück erwarben, können ihren Bürgern deutlich günstigere Gebühren für die Trinkwasserversorgung anbieten.“

Trinkwasserbrunnen 24/7

„Wasser ist ein kostbares Gut“, stellt OLA-Vorstandsmitglied Sibylle Trenkner fest. „Umso unverständlicher ist die Wasserverschwendung der Stadtwerke an der Riviera. Dort lassen die Werke einen Trinkwasserbrunnen 24 Stunden am Tag durchlaufen. Das ist kein gutes Vorbild und die entstehenden Kosten werden auf alle Verbraucher umgelegt“, kritisiert Trenkner. Die Stadt Ansbach habe sparsames Verhalten mit den Bedarfsbrunnen in der Reitbahn und auf der Promenade besser umgesetzt als ihre teilprivatisierten Werke.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Offenen Linken Ansbach.

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