Gumbertuskirche in Ansbach. Foto: Larissa Noack.
Gumbertuskirche in Ansbach. Foto: Larissa Noack.

Warum feiern wir eigentlich Pfingsten?

Nach Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte große Fest im christlichen Kirchenjahr. Doch warum genau feiern auch wir in Ansbach eigentlich Pfingsten? Der Begriff Pfingsten bedeutet übersetzt „der fünfzigste Tag“. Das Pfingstfest wird daher am 50. Tag der Osterzeit, also exakt 49 Tage nach dem Ostersonntag von den Gläubigen gefeiert.

Geburt der Kirche

Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte des neuen Testamentes werden die Erfahrungen der Jünger Jesu beim Pfingstfest, dem jüdischen Schawuot-Fest, in Jerusalem geschildert:

„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

Das Pfingstfest soll also an die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die in Jerusalem versammelten Apostel erinnern, die plötzlich in verschiedenen Sprachen reden und so das Wort Gottes zu allen Völkern bringen konnten. Pfingsten gilt daher als „Geburt“ der Kirche.

Pfingstdatum

Auf welches Datum Pfingsten fällt, hängt vom Osterdatum ab. Das Christentum hat das Verhältnis zwischen diesen Festen vom Judentum übernommen, in Anlehnung an den Abstand von 50 Tagen zwischen den jüdischen Festen Pessach und Schawuot. Da im Christentum jedoch die Feste Ostern und Pfingsten wegen der Bedeutung des Auferstehungstages Jesu auf einen Sonntag gelegt wurden, wird bei der Zählung der fünfzig Tage der Ostersonntag als erster Tag berücksichtigt. Der Pfingstsonntag fällt damit stets auf die Zeit zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.

Gesetzlicher Feiertag

Der Pfingstmontag ist sowohl in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn, Dänemark sowie in weiten Teilen der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. Im Jahr 2005 forderten die Wirtschaftsverbände seine Abschaffung, allerdings sprachen sich sämtliche im Bundestag vertretenen Parteien – mit Ausnahme der FDP – ebenso wie die Kirchen und Gewerkschaften gegen diesen Vorschlag aus.

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