Fröhliche Mädchenrunde im Labor. Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Fröhliche Mädchenrunde im Labor. Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Girls‘ und Boys‘ Day: 1.170 Jugendliche schnupperten in 300 Betrieben

Die Bilanz des Girls‘ Day und Boys‘ Day ist auch 2018 erfreulich. Der Aktionstag, der heuer am 26. April stattfand, motivierte über 860 Mädchen in der Region, sich in einem für Frauen eher untypischen Bereich umzuschauen. Und auch beim Boys‘ Day zeigte die Zahl von etwa 315 Teilnehmern ein wachsendes Interesse von Jungs, soziale oder Erziehungsberufe auszuprobieren.

Rege Teilnahme

Konkret haben im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen 250 Mädchen in 60 Betrieben am Girls‘ Day teilgenommen, in Stadt und Landkreis Ansbach 430 Mädchen in 57 Betrieben und im Landkreis Roth rund 180 Mädchen in 51 Betrieben. Sie lernten dabei zum Beispiel Berufe wie Industriemechanikerin, Verfahrensmechanikerin, Fachkraft Lagerlogistik, Tischlerin, Fliesenlegerin, Landschaftsgärtnerin, KFZ-Mechatronikerin, Zimmerin, Elektronikerin, Fachinformatikerin oder Wirtschaftsingenieurin kennen.

Jungen testen eher untypische Berufe beim Boys' Day. Foto: Björn Gaus.

Jungen testen eher untypische Berufe beim Boys‘ Day. Foto: Björn Gaus.

„Luft nach oben“

Das Angebot am Boys‘ Day war größer als die Nachfrage, was am Interesse der Arbeitgeber liegt, etwas gegen den Fachkräftemangel beispielsweise in der Altenpflege zu tun. Das Interesse der Jungs, am Zukunftstag mal als Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Erzieher oder Hauswirtschafter zu schnuppern, war mit insgesamt 315 Teilnehmern zwar recht erfreulich – aber es ist noch „Luft nach oben“.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurden 125 Plätze in 50 Institutionen und Einrichtungen angeboten; 110Jungs nahmen daran teil. In Stadt und Landkreis Ansbach waren es 145 Teilnehmer bei 200 Plätzen in 45 Institutionen und Einrichtungen und im Landkreis Roth 60 Teilnehmer bei 120 angebotenen Plätzen in 35 Institutionen.

Untypische Jobs ausprobieren beim Girls' Day. Foto: Marc Beckmann.

Untypische Jobs ausprobieren beim Girls‘ Day. Foto: Marc Beckmann.

Untypische Berufe testen

Girls‘ Day und Boys‘ Day haben jeweils das Ziel, Mädchen und Jungen auch für ihr Geschlecht eher untypische Berufe zu interessieren und das Spektrum zu erweitern. Denn nach wie vor ist die Berufswahl der meisten Jugendlichen rollenspezifisch geprägt. So entscheidet sich die Mehrzahl der Mädchen nicht für einen gewerblich-technischen Beruf, trotz sehr guter Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Und junge Männer in Pflege und Erziehung sind ebenfalls selten, obwohl es in diesen Bereich auch männliche Vorbilder bzw. Ansprechpartner bräuchte. Die Aktionstage tragen dazu bei, dass junge Leute „verborgene“ Talente in sich entdecken und den Mut haben, untypische Wege zu gehen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg.

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