Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Gast in Ansbach. Foto: Attila-Salih Yildi.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu Gast in Ansbach. Foto: Attila-Salih Yildi.

Söder persönlich: Ministerpräsident besucht Ansbach

Hoher Besuch in unserem beschaulichen Ansbach: Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder besuchte am gestrigen Abend im Rahmen seiner Bayernweiten Veranstaltungsreihe „Markus Söder persönlich“ das Capitol Kinocenter in der Kanalstraße.

In einer ca. zweistündigen Talk-Runde mit Sat1-Bayern Moderator Ralf Exel sprach er unter anderem über seinen persönlichen Werdegang aber auch über Heimat, Glauben, Sicherheit, Soziales und Visionen.

Söder persönlich

Zu Beginn gewährte Markus Söder viele persönliche Einblicke. Söder wuchs zusammen mit einer Schwester in einer konservativ-evangelisch geprägten Familie in Nürnberg-Schweinau auf. Nach seinem Abitur am Nürnberger Dürer-Gymnasium im Jahr 1986 (Notenschnitt 1,3) leistete er zunächst seinen Wehrdienst ab.

Sein Studium der Rechtswissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, beendete er 1991 mit dem ersten juristischen Staatsexamen. Zudem sei, laut Markus Söder, sein Vater zu Beginn gegen seine politischen Aktivitäten gewesen.

Der Ministerpräsident gewährt einen persönlichen Einblick. Foto: Attila-Salih-Yildi.

Der Ministerpräsident gewährt einen persönlichen Einblick. Foto: Attila-Salih-Yildi.

Amtszeit begrenzen

Wenn es nach Bayerns neuem Regierungschef geht, soll die Amtszeit für Ministerpräsidenten zukünftig auf maximal 10 Jahre begrenzt werden. Hierfür möchte Söder Bayern mit einer dafür notwendigen Verfassungsänderung als Vorreiter für ganz Deutschland sehen. „Wie auch in anderen Ländern, wie beispielsweise den USA oder Frankreich sollte jeder Regierungschef wissen, in welchem Zeitrahmen er gewisse Vorhaben umgesetzt haben muss“, so Söder.

Bayerns Prägung

Angesprochen auf die religiöse und kulturelle Prägung Bayerns schlug Söder in eine ähnliche Kerbe wie sein Vorgänger Horst Seehofer. Der als Bundesinnenminister nach Berlin gewechselte Seehofer machte unlängst mit einer Aussage von sich reden, in der er davon sprach, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre.

Für Markus Söder ist auch Bayern mehr christlich und jüdisch geprägt, nicht aber vom Islam. Diese Grundwerte müssten wieder deutlich gestärkt werden.

Markus Söder im Gespräch mit Moderator Ralf Exel. Foto: Attila-Salih-Yildi.

Markus Söder im Gespräch mit Moderator Ralf Exel. Foto: Attila-Salih-Yildi.

Einführung Pflegegeld

Bayerns neuer Regierungschef sprach am gestrigen Abend nochmals positiv über die Einführung des Pflegegeldes. Demnach wird der Freistaat künftig für Pflegebedürftige ein jährliches Pflegegeld von 1000 Euro zahlen. Damit soll den Angehörigen oder Helfer für Menschen ab der Pflegestufe zwei eine finanzielle Entschädigung zur Anerkennung ihrer Hilfe gewährt werden können. Dies entschied die Landesregierung erst am vergangenen Dienstag. Erstmals zur Auszahlung kommen soll das Pflegegeld im Spätsommer und künftig einmal im Jahr erfolgen.

Gelungener Auftritt

Insgesamt ein gelungener und kurzweiliger Auftritt von Markus Söder im Rahmen seines Wahlkampfes für die Landtagswahl im Oktober. Auch wenn einige Themen nur angerissen und nicht zu Ende besprochen wurden, machte Bayerns neuer Ministerpräsident klar, wo die Reise Bayerns unter seiner Ägide hingehen soll: Mehr Überwachung für die Sicherheit und zeitgleich die Stärkung des Zusammenhaltes innerhalb der Gesellschaft.

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