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Ansbacher Altstadt. Foto: Linda Walterschen.
Ansbacher Altstadt. Foto: Linda Walterschen.

Verkaufsoffener Sonntag im April fällt flach

Schock für alle Händler: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat den für den 8. April in Ansbach geplanten verkaufsoffene Sonntag untersagt. Damit wurde einem Eilantrag der Gewerkschaft Verdi stattgegeben. Die Geschäfte in Ansbach sollten im Rahmen des zweiten Street Food Festivals öffnen, denn laut Gesetz sind verkaufsoffene Sonntage nur dann erlaubt, wenn sie im Rahmen von Märkten, Messen oder Festivals stattfinden.

Zu geringe öffentliche Wirkung

Die öffentliche Wirkung des Street Food Festivals wurde durch die Richter am Verwaltungsgerichtshof als zu gering gewertet, da das Festival nur auf einzelnen Plätzen in der Ansbacher Altstadt stattfinden sollte. Die öffentliche Wirkung der Veranstaltung müsse laut Ladenschlussgesetz jedoch eindeutig im Vordergrund stehen und nicht die Ladenöffnungen an sich.

Statement Citymarketing Ansbach e.V.

„Das Citymarketing Ansbach (CM AN) bedauert die Klage, die auf Initiative „der Allianz für den freien Sonntag“ gegen die Stadt angestrebt wurde und die damit verbundene Absage des verkaufsoffenen Sonntags sehr. CM AN wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass in Ansbach verkaufsoffene Sonntage, die nach dem Ladenschlussgesetz zulässig sind, stattfinden können. Hierzu suchen wir zeitnah Gespräche; bereits am Montag wird dies in einer zusätzlichen Vorstandssitzung erörtert.

Das Verbot der Durchführung des verkaufsoffenen Sonntags in Ansbach führt weiterhin zu einem Imageverlust für das Oberzentrum Ansbach, verbunden mit Einbußen im gesamten Einzugsgebiet hinsichtlich Bekanntheit, Präsenz bei anstehenden Kaufentscheidungen oder Wahl von Gastro-Angeboten, sowie zu weiteren Frequenzverlusten.

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Drei verkaufsoffene Sonntage für die Innenstadt sind sicherlich nicht das ausschließliche Er- folgsrezept für die Lösung der Innenstadtprobleme, aber aus Sicht des CM AN vertretbar um den lokalen Handel zu stärken. Angestellte Beschäftigte, die am Sonntag arbeiten, erhalten Freizeitausgleich und hohe Zulagen. Niemand wird gezwungen, an diesen Tagen zu arbeiten.“

Allianz gegen verkaufsoffene Sonntage

Der DGB hat sich zusammen mit der Gewerkschaft Verdi und den Kirchen zur „Allianz für den freien Sonntag“ zusammengeschlossen. Da der Ruhetag eine große soziale Bedeutung habe, setzen sie sich für den Sonntagsschutz ein. Für den Handel hingegen sorgen die verkaufsoffenen Sonntage für gute zusätzliche Umsätze, da die Menschen einen zusätzlichen Tag zum Schlendern und Einkaufen haben.

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