Die singende Krankenschwester, Nela Härtfelder. Foto: Bilder vom Leben.
Die singende Krankenschwester, Nela Härtfelder. Foto: Bilder vom Leben.

Singende Krankenschwester verzaubert Hochzeitsgäste

Cornelia Härtfelder (kurz Nela) ist gelernte Krankenschwester und erblickte 1987 in unserem wunderschönen Ansbach das Licht der Welt. Hier hat sie auch den Großteil ihrer Kindheit verbracht, bevor es die bald 31-Jährige vor acht Jahren wegen ihrer Musicalausbildung am ACT-Center College ins benachbarte Nürnberg zog. Dort lebt sie seither, hat aber nach wie vor viele Freunde, Verwandte und Bekannte im Ansbacher Landkreis.

Erstmals in Kontakt mit der Musik kam die Wahl-Nürnbergerin bereits während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester, als sie den Kindern in einer Behinderteneinrichtung oft vorsang. Bei einer Kollegin blieb die schöne Stimme nicht unbemerkt und so fragte sie Nela ob sie nicht bei ihrer anstehenden Hochzeit singen würde.

 

Von einer Freundin am Piano begleitet, wurde dies ihr erster Auftritt als Hochzeitssängerin. Im Laufe der Jahre kamen nach und nach immer mehr Hochzeiten, Taufen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis hinzu. Letztes Jahr entschloss sie sich dann endgültig ihr Hobby auch zum (Neben-) Beruf zu machen.

Nela Härtfelder im Interview

Im Interview mit unserer Redaktion erzählt Nela von ihren Anfängen, ihrem Song-Repertoire und Auftritten welche ihr besonders in Erinnerung geblieben sind.

Ansbach Plus: Wann hast Du angefangen zu singen?

Nela: „Ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der ich nicht gesungen hätte. Schon früher bei Schulausflügen habe ich im Bus Lieder angestimmt. So richtig los ging es 2008. Damals bin ich über eine Empfehlung zur Herrieder JUZ-Band „Soundcheck“ gekommen und durfte ab sofort mit ihnen Musik machen.

Wir hatten einige Auftritte, unter anderem beim Ansbacher Altstadtfest. Dann habe ich angefangen Gesangsunterricht zu nehmen und bin so zur Musicalschule gekommen. Zwei Jahre lang habe ich private Gesangsstunden genommen, dann war es um mich geschehen und es folgte die Ausbildung zur Musicaldarstellerin.“

Nicht selten rührt Nela die Bräute zu Tränen. Foto: Christina Walzner.

Nicht selten rührt Nela die Bräute zu Tränen. Foto: Christina Walzner.

Ansbach Plus: Welches Spektrum deckst Du mit Deinen Songs ab?

Nela: „Bei Trauungen werden natürlich hauptsächlich Balladen gewünscht. Von (Deutsch) Rock-Pop über Christliche Songs, klassische Songs, Schlager, 80/90er und natürlich Musical ist die Auswahl hier breit gefächert. Ich studiere die Songs individuell für jede Hochzeit ein, schliesslich will ich meinen Brautpaaren auch ihre ganz persönlichen Lieder darbieten.

Bisher gab es glücklicherweise noch keine Wünsche, die ich nicht erfüllen konnte. Die Klassiker sind aber ganz klar „Hallelujah“ von Leonhard Cohen und „Dir gehört mein Herz“ von Phil Collins.“

Ansbach Plus: An welchen Musicals hast Du bereits mitgewirkt?

Nela: „Ich mache ausschliesslich regionale Projekte. Seid 2013 bin ich als Darstellerin bei den Nürnberger Stadtmusicals (Musicalnetzwerk Nürnberg) aktiv. Dort habe ich in den Projekten „PanNai“, „Norika“ und „Der Kaiser und die Gauklerin“ mitgespielt. 2018 kommt unser neues Stück „Der Seelenhändler“ auf die Bühne. Ich hoffe auch dort wieder mitmischen zu dürfen.“

Nela hat auch eine Musicalausbildung. Foto: Bilder vom Leben.

Nela hat auch eine Musicalausbildung. Foto: Bilder vom Leben.

Ansbach Plus: Bei welchem Musical würdest Du gerne mal mitspielen?

Nela: „Leider gibt es die Bühnenfassung noch nicht, aber ich würde zu gerne bei „Disneys Hercules“ einmal eine der Musen spielen. Das wäre die Traumrolle.“

Ansbach Plus: Was machst Du hauptberuflich?

Nela: „Hauptberuflich arbeite ich immer noch in meinem „Erstjob“ Krankenschwester. Ich arbeite für einen ambulanten Pflegedienst und betreue Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen während der Schul- und Tagesstättenzeit. Nebenbei unterrichte ich noch Gesang und Schauspiel an den Kindertheaterschulen Stagecoach und Stageworld in Nürnberg bzw. Erlangen.“

Ansbach Plus: Wie lassen sich Hauptjob und Gesangs-Auftritte unter einen Hut bringen?

Nela: „Es ist natürlich schwierig. Ich arbeite viel, aber das bin ich gewohnt. Auch während meiner Musicalausbildung musste ich arbeiten, um mir diesen Traum erfüllen zu können. Da ich keinen Schichtdienst habe, lassen sich die Hochzeiten, die ja vorwiegend an den Wochenenden stattfinden gut unter einen Hut bringen.

Aber klar, es muss einem Spaß machen. Denn so gesehen ist es meine Freizeit die ich dafür hergebe. Da ich jedoch so viel Dankbarkeit und Anerkennung zurück bekomme, investiere ich die Zeit nur zu gerne.“

 

Ansbach Plus: Welcher Auftritt ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Nela: „Letztes Jahr war ich bei einer Taufe, die dann zu einer Hochzeit wurde. Nur die Pfarrerin, die Fotografin, das Brautpaar und ich wussten, was passieren wird. Das war so emotional, da konnte ich die Tränchen nicht zurückhalten. Passiert mir aber selten.

Manchmal gibts aber auch lustige Anekdoten: Als ich letztes Jahr den Einzug eines Brautpaares besungen hab, waren mehrere aufeinanderfolgende laute „Knaller“ zu hören. Ich war völlig in Panik, weil ich dachte, mein Playback oder meine Anlage sei defekt.

Ich konnte es weder zuordnen, noch mir erklären und hab eine Stunde lang versucht das Problem zu finden, obwohl bei den anderen Songs alles gut ging. Erst nach der Kirche habe ich festgestellt, dass das knallen von den Schüssen der Schützen kam und ich nicht von meiner Technik.“

Ansbach Plus: Last but not least, was ist Dein absoluter Lieblingssong?

Nela: „Ich bin ein großer Footloose-Fan. Sollte ich selbst irgendwann einmal heiraten, steht auf meiner Wunschliste für die Trauung definitiv „Almost Paradies“ aus dem Soundtrack des Films.“

Wer mehr über Nela Härtfelder erfahren oder gar Kontakt zu ihr aufnehmen möchte, sollte einfach mal auf ihrer Website vorbei surfen oder ihrer Facebook-Seite einen Besuch abstatten.

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