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Symbolbild Polizeikontrolle - Foto: Pascal Höfig.
Symbolbild Polizeikontrolle - Foto: Pascal Höfig.

Tickende Zeitbombe auf der A6 unterwegs

LICHTENAU. Am 22.02.18, um 11.15 Uhr, wurde ein 32-jähriger Osteuropäer mit seinem Gefahrgut-Sattelzug auf der A 6, Parkplatz Geisberg-Nord, kontrolliert. Im Auflieger befanden sich zwei Tanks mit 2700 kg hochgiftigen Trimetylchlorsilan der Klasse 3, UN 1298.

Bremsscheibe völlig durchgerissen

Der Fahrer hatte das Gefahrgut in Nowa Sarzyna/PL geladen und wollte in Saint Maurice/F abladen. Die Kontrolle des technischen Zustandes ergab einen gravierenden Mangel an der Bremsanlage des Aufliegers. An der rechten Vorderachse war die Bremsscheibe mehrfach völlig durchgerissen und drohte zu zerbrechen.

Ungesicherte Gefahrguttanks

Die beiden geladenen Gefahrguttanks standen ungesichert auf der Ladefläche des Aufliegers und waren schon leicht verrutscht. Die ADR-Ausrüstung musste ebenfalls beanstandet werden, da das Prüfdatum eines vorgeschriebenen Feuerlöschers abgelaufen war.

Keine ADR-Bescheinigung

Der 32-jährige Lkw-Fahrer war nicht in Besitz einer ADR-Bescheinigung, die für den Transport von Gefahrgütern in dieser Menge erforderlich ist. Der 32-Jährige trat auch kräftig auf das Gaspedal. Beim Auslesen des digitalen Kontrollgerätes wurden Geschwindigkeiten bis 103 km/h festgestellt.

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Weiterfahrt untersagt

Die Weiterfahrt des Sattelzugs wurde untersagt und unter Polizeibegleitung zur Reparatur in eine Fachwerkstatt gelotst. Die Ladung wurde auf ein anderes Sattel-Kfz umgeladen und ordnungsgemäß gesichert. Ein Feuerlöscher musste nachgekauft werden. Vom Spediteur musste ein Fahrer mit der erforderlichen ADR-Bescheinigung zur Weiterfahrt entsandt werden.

Bußgelder

Der Fahrer musste bei der Polizei eine Sicherheitsleistung in Höhe von 900 € hinterlegen. Auf die osteuropäische Spedition und dem verantwortlichen Verlader der Tanks kommen Bußgelder in Höhe von 1.000 € und 500 € zu.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach.

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