Heilig Abend 2017: grün und schneefrei. Foto: Hans-Martin Goede.
Heilig Abend 2017: grün und schneefrei. Foto: Hans-Martin Goede.

Klimatelegramm Dezember 2017

Auch der Dezember 2017 war in Ansbach zu warm – und stellt damit ein Novum in der Ansbacher Wetterhistorie seit Meßbeginn 1879 auf: zum siebten Mal in Folge zu warm! Denn zuletzt winterlich kalt war der Dezember 2010. Damas gab es bekanntlich auch die letzten “weißen Weihnachten”. Statistisch gesehen gibt es in Ansbach alle vier Jahre Schnee an den Feiertagen.

Dabei ist Schnee an Weihnachten absolut überfällig – denn sieben Jahre in Folge “ohne” gab es die letzten 40 Jahre auch noch nicht (siehe gesonderte Meldung). Und der Dezember begann so hoffnungsvoll systematisch mit Schnee am 1., 2. und 3. Advent. Doch zum 4. Advent und damit auch parallel Heilig Abend kam das “Weihnachtstauwetter” pünktlichst.

Hochwasser der Stufe 3

Immerhin gab es – obwohl der Dezember zu warm verlief – 28 cm Neuschnee und 11 (statt 9) Tage mit einer geschlossenen Schneedecke (bis zu 11 cm Höhe am 2. Advent am 10.12.). Am Ende war der Dezember viel zu nass und sorgte damit in Ansbach für das niederschlagsreichste Gesamtjahr seit 2007. Dank des Tauwetter (Schnee vom 29./30.) und Starkregen (30./31.) gab es am 31. Dezember sogar ein heftiges Rezathochwasser der Stufe 3.

Mit 982 hPa gab es am 11.12.17 den tiefsten Luftdruck seit den 974 hPa vom 30.01.15. Das Jahr 2017 verabschiedete sich zudem mit den höchsten Silvestertemperaturen (+11,4°C) seit dem 31. Dezember 1901 (ebenfalls +11,4°C, Quelle: DWD).

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Wetterstation Ansbach.

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