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Heiße Maronen auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig
Heiße Maronen auf dem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Sicherheitsvorkehrungen am Ansbacher Weihnachtsmarkt

Beinahe ein Jahr ist es nun her, dass am 19. Dezember 2016 ein Lkw in eine Menschenmenge am Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche raste. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, weitere 70 wurden verletzt. Vergangenen Dienstag, kurz vor dem Start der Weihnachtsmarktsaison in ganz Deutschland, erneut eine erschreckende Nachricht:

Medienberichten zufolge soll die Terror-Miliz IS einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Essen geplant haben. Unter anderem berichtet Focus Online, dass sechs Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren bei einer Groß-Razzia festgenommen wurden und bezieht sich dabei auf Ermittlerkreise.

Erinnerungen werden wach

Ansbach ist zwar eine verhältnismäßig kleine Stadt, aber bei derartigen Nachrichten hier in Deutschland kann es einem schon ein wenig mulmig werden. Vor allem auch, wenn man an den 24.07.2016 und den Anschlag bei den „Ansbach Open“ denkt. Noch frisch sind die Erinnerungen an jenen Abend.

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Symbolfoto: Pascal Höfig

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Symbolfoto: Pascal Höfig

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Daher stellt sich natürlich fast zwangsläufig die Frage: Könnte auch beim „Fränkischen Weihnachtsmarkt Ansbach“ wieder etwas passieren? Übertriebene Panikmache oder einfach nur ein gesteigertes Bedürfnis nach Sicherheit? Wir haben beim Citymarketing Ansbach, dem Veranstalter des Weihnachtsmarktes einmal nachgefragt, welche Sicherheitsvorkehrungen für die kommenden Wochen getroffen werden:

Grundlage aus Vorjahr

Auf die Nachfrage unserer Redaktion äußert sich Stefan Pruschwitz, der Geschäftsführer des Citymarketing Ansbach e.V. wie folgt:

„Das funktionierende Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarktes 2016 wurde als Grundlage für die Fortschreibung 2017 herangezogen. Neben Zufahrtssperren an verschiedenen Orten, stellt der erweiterte Einsatz von Security-Mitarbeitern, die nun auch tagsüber teils sichtbar aber auch nicht sichtbar auf dem Platz sein werden, eine wesentliche Erweiterung der Maßnahmen im Vergleich zum Vorjahr dar. An Eventtagen, wie z.B. bei der Ansbacher Schmiedeweihnacht vom 15. bis 17.12. werden diese nochmals verstärkt. Darüber hinaus wird auch die Polizei auf dem Markt mit Streifen präsent sein.“

Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Präventionsstreifen, Taschenkontrollen, Sicherung der Eingänge

Auch die Polizei gibt prompt Auskunft zum Thema: Es gäbe für 2017 ähnliche Sicherheitsvorkehrungen wie zur Weihnachtszeit 2016. Sowohl in der Innenstadt als auch rund um den Weihnachtsmarkt werde die Polizei, aber auch der Sicherheitsdienst, nach wie vor Präventionsstreifen durchführen.

Auf die Frage, ob in Ansbach bei größeren Menschenansammlungen eine Unsicherheit in der Bevölkerung zu spüren wäre, ist die Antwort ganz klar: In der Stadt sei aktuell keine Unsicherheit zu erkennen, sondern ganz im Gegenteil herrsche die gebotene Vorsicht und das vorhandene Verständnis für die getroffenen Maßnahmen vor.

Vom 30.11. bis 24.12.

Der „Fränkische Weihnachtsmarkt Ansbach“ startet am Donnerstag, den 30. November und geht bis 24. Dezember. Sonntag bis Mittwoch öffnet der Markt jeweils von 11.00 bis 20.00 Uhr, Donnerstag bis Samstag von 11.00 bis 21.00 Uhr. Zwischen den Jahren findet zusätzlich im Bereich zwischen Johannis- und Gumbertuskirche noch ein Silvestermarkt mit 30 Buden statt.

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