"collage01" & "spacefox" von Philipp Wehrigner. Fotos: Philipp Wehringer
"collage01" & "spacefox" von Philipp Wehrigner. Fotos: Philipp Wehringer

Phil Harmonee: „Kunst bedeutet Freiheit ohne Grenzen“

Philipp Wehringer, auch bekannt unter dem Künstlernamen Phil Harmonee, ist seit einigen Monaten der Kunst verfallen und lebt sich so auf großen Leinwänden aus. Er ist 27 Jahre alt und wohnt in Ansbach. Im Gespräch mit uns erklärt er, wie er dazu gekommen ist und was Kunst für ihn bedeutet.

Philipp Wehringer. Foto: Matthias Schlägel

Philipp Wehringer. Foto: Matthias Schlägel

Ansbach Plus (AP): Wie bist Du zur Kunst gekommen?

Phil: Im Grunde genommen war ich bereits im Kindesalter für Kreatives zu haben, egal ob visuelle Kunst, Musik oder andere Kunstformen wie Streetart oder Photografie, vieles hat mich fasziniert. Intensiviert hat sich dieses Interesse, als ich 2015 in Zürich (CH) im Kunsthandel tätig war. Dort konnte ich Einblicke in diverse Kunstsammlungen genießen und Besuche auf Messen wie z. B. der Art Basel haben dazu beigetragen, mich noch mehr in die Materie einzuarbeiten. Die Geschichten hinter den Fotografien oder malerischen Werken finde ich seitdem oft interessanter als das Werk selbst. Anfang 2016 habe ich aus Langeweile damit begonnen Portraits zu zeichnen, welche teilweise auch auf meinem Instagram Kanal zu sehen sind. Es blieb aber bei knapp 5 Zeichnungen, da ich für diese Art von Kunst wohl zu perfektionistisch veranlagt bin, und mich nie mit dem Ergebnis zufrieden geben konnte. Daraufhin sah ich meine Chance in abstrakter Kunst, da es hierfür letztendlich keine Grenzen, kein „richtig oder falsch“ gibt. Ein guter Freund gab mir damals eine Leinwand und das Nötigste an Farben, um damit zu beginnen. Daraufhin ist Anfang 2017 mein erstes Werk „armageddon“ entstanden. Seitdem habe ich viele „Styles“ ausprobiert und bin immer noch am Experimentieren mit diversen Techniken, aber eine Richtung ist zu erkennen.

AP: Was bedeutet für Dich Kunst?

Phil: Kunst ist für mich ein wichtiger Ausgleich, um dem Alltag entfliehen zu können. In diesen Momenten des Schaffens vergesse ich alles um mich herum, teilweise sogar zu Essen, und bin sozusagen eins mit meinem Werk. Letztendlich kann man durch Kunst, sei es Malerei oder Photographie, seinen Gefühlen Ausdruck verleihen und einfach so sein wie man ist, das ist Balsam für die Seele. Und das kann einem niemand mehr nehmen. Kunst bedeutet Freiheit ohne Grenzen.

AP: Was für Kunstwerke erschaffst Du?

Phil: Momentan würde ich meine Kunstwerke als abstrakte Malerei bezeichnen, im Bereich Contemporary Art, Collage und Mischtechnik. Aber zuerst ist da immer eine Leinwand. Das Ergebnis kenne ich vorher selbst nicht, bis auf eine grobe Vorstellung im Kopf. Meist steckt eine bestimmte Emotion dahinter. Die Ideen kommen während dem Schaffensprozess von ganz alleine. Hauptsächlich arbeite ich mit Acrylfarben & Spraydosen, selten auch Airbrush. In Zukunft möchte ich auch große Collagen aus alten Fotografien, Plakaten & Zeitungen erstellen, um dem Ganzen dann mit Acryl oder Spraydosen den letzten Schliff zu geben. Das ganze nennt sich Photopainting, bzw. ist eine Mischtechnik aus Malerei und Collage. Mein neustes Projekt nennt sich „bi-polar collection“. Dabei geht es sehr viel um Dualität, Gegensätze, Positives und Negatives und wie alles irgendwie in Relation zueinander steht.

AP: Wie viel Zeit steckst Du in ein Kunstwerk?

Phil: Meist ist da immer schon eine grobe Idee, die ich dann ein paar Tage im Kopf ausarbeite, bis ich mich dann ans Werk mache. Die reine Arbeitszeit variiert stark, je nach Motiv, Technik und Größe der Leinwand. An meinem letzten Werk „synapses love“ habe ich ca. 8 Stunden gearbeitet.

AP: Was ist Dein Lieblingswerk?

Phil: „synapses love“ ist mein persönlicher Favorit, das erste aus fünf aus der kommenden „bi-polar collection“.

Phils Lieblingswerk "syapses love" und rechts daneben "scars" von Phil Harmonee. Fotos: Philipp Wehringer

Phils Lieblingswerk „syapses love“ und rechts daneben „scars“ von Phil Harmonee. Fotos: Philipp Wehringer

AP: Stellst Du auch in Ansbach aus?

Phil: Der Gedanke am Ausstellen ist mir noch vollkommen neu, da in ich erster Linie immer für mich selbst gearbeitet habe.
Die Werke der „bi-polar collection“ würde ich gerne einer Ausstellung oder Galerie zu Verfügung stellen, ob in Ansbach oder anderswo. Mal sehen was sich in Zukunft ergibt. Bisher stelle ich sozusagen nur „Online“ aus, auf Instagram: www.instagram.com/phil.harmonee. Dort findet man auch meine E-Mail-Adresse sowie andere Kontaktmöglichkeiten.

AP: Kann man Deine Bilder kaufen?

Phil: Die bisherigen Werke zieren die Wohnung meiner Mutter und dort werden sie wohl auch bleiben. Aber so langsam ist an ihren Wänden kein Platz mehr 😀  Deshalb ja, die kommenden Werke der „bi-polar collection“ kann man kaufen. Preise auf Anfrage.

AP: Was machst Du, wenn Du mal nicht die Zeit der Kunst widmest?

Phil: Ich mache mehrmals die Woche Sport, wie Fitness & Bouldern, bin gerne in der Natur unterwegs, aber z. B. auch. für Städetrips  immer zu haben. Zuletzt war ich für ein paar Tage in Berlin. Zum Entspannen wird gelesen oder auch mal meditiert, oder Netflix erledigt den Rest… Abgesehen davon verbringe ich meine Zeit mit Freunden, Mama/Papa oder meinem Hund.

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