Ansbacher Altstadt. Foto: Linda Walterschen.
Ansbacher Altstadt. Foto: Linda Walterschen.

Einkaufen an Heiligabend: Geschäfte dürfen sonntags öffnen

Nachdem der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wird aktuell heftig über das Thema Ladenöffnung an Heiligabend diskutiert. Während für die einen geschlossene Geschäfte an Heiligabend unvorstellbar sind, pochen die anderen darauf, dass die Verkaufsmitarbeiter den Tag mit ihren Familien verbringen sollen.

Auch gibt es hierzu keine bundesweite Regelung. Das deutsche Gesetz zum Ladenschluss erlaubt in Paragraf 15 zwar, dass gewisse Geschäfte an Heiligabend öffnen dürfen, wenn dieser auf einen Sonntag fällt, die Ladenöffnungszeiten sind allerdings Ländersache und werden von den einzelnen Bundesländern selbst regelt. Und in den meisten Bundesländern dürfen die Geschäfte an Heiligabend tatsächlich öffnen – so auch in Bayern und damit Ansbach.

Drei Stunden öffnen erlaubt

In Bayern dürfen Blumenläden, Weihnachtsbaum-Verkaufsstellen und Supermärkte am 24. Dezember für drei Stunden öffnen. Aus Rücksicht auf die Gottesdienste müssen die Geschäfte aber um 14 Uhr schließen. Daneben dürfen natürlich auch Geschäfte öffnen, die generell sonntags geöffnet sind. Neben Bayern ist dies auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt der Fall. In Hessen bleiben die Geschäfte beispielsweise gänzlich geschlossen.

Brücken-Center

Brücken-Center. Foto: Franziska Roos

Aber auch in Bayern muss kein Geschäft geöffnet haben. Viele Lebensmittelläden in Ansbach werden deshalb trotz der dreistündigen Erlaubnis von 11 bis 14 Uhr auf eine Öffnung verzichten. Die Ketten Aldi, Rewe und Penny erklärten laut Medienberichten bereits, dass sie am 24. Dezember nicht öffnen werden. Auch die Gewerkschaft Verdi sieht eine Ladenöffnung als überflüssig und ruft sogar zum Einkaufsverzicht bei den Verbrauchern auf.

Kirche gegen Ladenöffnung

Die katholische Kirche stellt sich klar gegen eine Öffnung an Heiligabend und bedankt sich bei den Einzelhändlern, die ihre Geschäfte in diesem Jahr am 24. Dezember geschlossen halten. Den Kirchenoberen geht es hierbei ausdrücklich nicht um den Vormittag des Heiligabends, an dem in den Jahren, in denen der 24. Dezember ein Werktag ist, die Geschäfte geöffnet haben.

Da der 24. in diesem Jahr auf den vierten Advent und somit einen Sonntag fällt, gilt hier die Sonntagsruhe, für die die Kirche seit jeher eintritt. Heuer bietet sich durch das Zusammenfallen von viertem Advent, Sonntag und Heiligabend besonders die Chance, dass auch die Beschäftigten im Einzelhandel sich in Ruhe auf Weihnachten einstimmen können.

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