Ein Black Hawk-US-Militaerhubschrauber - Foto: News5 / Herse
Ein Black Hawk-US-Militaerhubschrauber - Foto: News5 / Herse

Bürgerinitiative „ETZ LANGTS“: Flugverbot muss her

ANSBACH-KATTERBACH. Der Flugverkehr direkt vor ihrer Haustüre ist vielen Ansbachern schon lange ein Dorn im Auge. Vor allem die Tatsache, dass die Anzahl an Hubschraubern auf der US-Militärbasis Katterbach zu Jahresbeginn noch einmal erhöht wurde, stößt vielen angrenzenden Bewohnern sauer auf.

Neben der Lärmbelastung ist natürlich auch die Luftverschmutzung welche die US-Hubschrauber verursachen ein Thema. Die Bürgerinitiative „ETZ LANGTS“ kämpft schon seit einigen Jahren dafür, den Flugverkehr aus der Region zu verbannen.

Feinstaub-Messung

Daher hat die Bürgerinitiative nun selbstständig Feinstaub-Messungen in der direkten Umgebung zur US-Militärbasis durchgeführt, mit alarmierenden Ergebnissen. Laut Pressesprecher Boris-André Meyer beträgt die normale Feinstaubbelastung zwischen 4.000 und 6.000 Partikeln. An Flugtagen wurden in 1 km Entfernung zum Stützpunkt allerdings Werte von bis zu 74.000 Partikel gemessen.

Es ist laut Meyer daher davon auszugehen, dass es eine massive Gesundheitsgefährdung für die Menschen in der Region vorliegt. „Ein Hubschrauber der US-Army verursacht in einer Stunde genau so viel Feinstaub wie ein Dieselfahrzeug welches 40.000 km gefahren ist,“ sagt Meyer.

LFU weigert sich

Bislang weigert sich das Landesamt für Umweltschutz eine eigene Messstation in der Nähe der US-Militärbasis zu errichten. Die Bürgerinitiative möchte mit ihren Messungen nun den Druck auf die Behörde erhöhen. „Verglichen mit den Diesel-Fahrverboten in anderen Städten müsste in Ansbach endlich eine Flugverbot her,“ fordert Meyer.

Zumindest ein Nachtflugverbot wird von der Bürgerinitiative nun kurzfristig angestrebt. Derzeit dürfen die Hubschrauber bis 2.00 Uhr Nachts über den Dächern der Ansbacher fliegen.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht des Bayerischen Rundfunks.

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