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Symbolbild Arbeiten. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Arbeiten. Foto: Pascal Höfig

AOK: Azubis häufiger, aber kürzer krank


Ausbildungsstart im September

Für die meisten Betriebe ist am 1. September Ausbildungsstart. Interne Auswertungen der AOK Bayern zeigen, dass der Krankenstand der Auszubildenden im Freistaat in 2016 mit 3,6 Prozent deutlich niedriger war als der aller bayerischen erwerbstätigen AOK-Versicherten. Hier lag der Krankenstand bei 4,6 Prozent. Die Gesundheitskasse versicherte im vergangenen Jahr mit mehr als 146.000 Azubis rund 53 Prozent aller bayerischen Auszubildenden.

Azubis häufiger krank als Erwerbstätige

Zwar erkrankten Auszubildende mit 2,42 Fällen je Versicherten deutlich häufiger als alle bayerischen erwerbstätigen AOK-Versicherten (1,4 Fälle). „Dafür sind die bayerischen Azubis wesentlich kürzer krank“, erklärt Johannes Kiep, AOK-Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bei der AOK in Schweinfurt. 13 Tage Arbeitsunfähigkeit (AU) waren es 2016 bei den Auszubildenden, 16,9 AU-Tage bei allen Erwerbstätigen. Dementsprechend liegt die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall bei den Berufsanfängern nur bei 5,4 Tagen gegenüber 11,9 Tagen pro Fall bei allen Beschäftigten.

Doppelt so viele Arbeitsunfälle bei männlichen Azubis

Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gab es indes kaum. Sowohl die Erkrankungshäufigkeit als auch die Krankheitsdauer unterschieden sich nur wenig. Allerdings wiesen männliche Azubis doppelt so viele Arbeitsunfälle auf: 4,62 Prozent ihrer Erkrankungsfälle waren durch einen Arbeitsunfall verursacht, dagegen waren es nur 2,03 Prozent bei den Mädchen.

Häufiger Arbeitsunfälle in verarbeitenden Industrie

„Das liegt daran, dass Jungen meiste gefahrgeneigtere Berufe ausüben, etwa in der verarbeitenden Industrie, so Johannes Kiep. In Verwaltungen und Büros sind die Arbeitsunfälle weniger wahrscheinlich. Dementsprechend wiesen die höchsten Krankenstände mit 5,22 Prozent die Azubis im Hoch- und Tiefbaugewerbe auf, gefolgt von denen in Verkehrs- und Logistikberufen (4,47 Prozent). Die niedrigsten Krankenstände hatten die Azubis in der Informatikbranche (2,6 Prozent) und im Bankengewerbe (2,5 Prozent).

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Berufsleben bringt Veränderung

„Der Eintritt in das Berufsleben bringt eine erhebliche Veränderung der Lebensumstände für die jungen Menschen mit sich“, erklärt Johannes Kiep dazu. „Es ist daher sinnvoll, junge Menschen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Entwicklung eines positiven Gesundheitsverhaltens zu unterstützen.“ Die hat die AOK Bayern erkannt: Allein im vergangenen Jahr haben sich 51 BGM-Projekte der Gesundheitskasse an Auszubildende gerichtet. Davon profitierten auch 6 Betriebe und ihre Azubis aus der Region Main-Rhön.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der AOK Bayern. 

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