Harald Weinberg
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Harald Weinberg MdB: „12 Euro Mindestlohn käme gerade dem Freistaat zugute“


Armutsgefährdung auf Höchststand

In Bayern sind so viele Menschen von Armut bedroht wie noch nie. Während in anderen Bundesländern die Zahl 2016 sank –Berlin und Thüringen verzeichnen dabei den deutlichsten Rückgang- stieg sie im Freistaat auf den Rekordwert von 12,1 Prozent der Einwohner an.

Gemessen am Landesmedian beträgt die Armutsquote in Bayern sogar 14,9 Prozent. Die geringste Armutsbedrohung verzeichnet gemessen am Landesmedian das rot-rot-grün regierte Thüringen mit 12,0 Prozent. Das errechnet aktuell das Statistische Bundesamt.

Märchenbild der CSU

Der mittelfränkische Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg kommentiert die Entwicklung: „Das Märchenbild der CSU, in Bayern gehe es allen gut, bekommt immer tiefere Kratzer. Die Schere zwischen arm und reich geht im Freistaat stärker auseinander als anderswo in Deutschland.

Gerade Bayern würde infolge der vergleichsweise hohen Lebenshaltungskosten von einem Mindestlohn in Höhe von 12 Euro profitieren. Die Zahlen zeigen zudem: Die Forderung der LINKEN nach einer sanktionsfreien Mindestsicherung von 1.050 Euro ist aktueller denn je. Wir stehen für wirksamen Schutz vor Armut.“

Jeder vierte in Nürnberg betroffen

Die größte Armutsgefährdung verzeichnet neben der Stadt Nürnberg, wo inzwischen fast jeder vierte Bürger betroffen ist, die Planungsregionen Donau-Wald in Niederbayern mit 16,4 Prozent (Landesmedian: 19,5 Prozent) und Oberfranken-Ost mit 16,0 (19,3) Prozent.

Die extremen regionalen Unterschiede im Freistaat machen die Zahlen aus München (8,7 Prozent) und Region Ingolstadt (9,4 Prozent) deutlich. „Die Staatsregierung ist meilenweit von ihrem Versprechen entfernt, für gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern Sorge zu tragen“, stellt Weinberg fest.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bürgerbüros von Harald Weinberg, MdB.

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