Chris und Antje Finsterer teilen eine Leidenschaft - Das Fotografieren. Foto: Chris Finsterer|||||
Chris und Antje Finsterer teilen eine Leidenschaft - Das Fotografieren. Foto: Chris Finsterer|Man kann es nicht anders sagen: Chris hat's einfach drauf! Foto: Chris Finsterer|||Antje Finsterer hat ein Auge für Details. Foto: Antje Finsterer|Durch die Langzeitbelichtung kann die Kamera viel mehr Details einfangen. Foto: Chris Finsterer

Chris und Antje Finsterer – Das Paar hinter der Linse

Künstler der Fotografie

Chris Finsterer ist 39 Jahre jung und stammt ursprünglich aus Gera in Thüringen. Vor gut zehn Jahren hat es den Fotografen in die Nähe unserer schönen Stadt verschlagen. Denn seine Frau Antje Finsterer, die er vor elf Jahren auf einem Musikfestival kennengelernt hatte, ist eine waschechte Ansbacherin. In ihrem Friseurladen in Bruckberg zeigt die gelernte Friseurmeisterin mit Kamm und Schere, was sie draufhat.

Während sich die 43-Jährige um die haarigen Angelegenheiten der Ansbacher kümmert, ist Informatiker Chris als EDV-Leiter in Dentlein am Forst angestellt.

Erste Anfänge

Doch wie kam der Thüringer zu seiner Leidenschaft, dem Fotografieren? Angefangen hat alles mit einer Film- und Foto-AG in der Schulzeit, an der Chris regelmäßig teilnahm, mit seinen Kollegen draußen Fotos machte und diese dann gemeinsam entwickelte. Schon damals bemerkte er, dass er großen Gefallen daran hatte, Details und Momente mit der Kamera einzufangen.

Die erste analoge Spiegelreflexkamera kaufte sich Chris allerdings erst im Studium und fing anschließend an, für eine Online-Zeitschrift Fotos zu schießen. Besonders viel Spaß bereitete es ihm, seiner Kreativität auf Konzerten und Festivals im Graben freien Lauf zu lassen und einzelne Momente wie kreischende Fans und Leadsänger, die total in ihre Musik versunken waren, auf Bildern festzuhalten.

Die Langzeitbelichtung

In den letzten Jahren verbrachte der 39-Jährige besonders im Urlaub viel Zeit mit der Fotografie. Da hat Chris nämlich die Ruhe, sich auf alles einzulassen und auch mal etwas Neues auszuprobieren. So kam er letzten Endes zur Langzeitbelichtung. Für Chris Finsterer ist es absolute Entspannung, mit sich und der Natur allein zu sein: sich irgendwo in einen Klappstuhl aufstellen und im Dunkeln die Kamera all die Details einfangen zulassen, die für das menschliche Auge oft erst gar nicht so sichtbar sind.

„Wenn man lange draußen ist, gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit und man sieht auf einmal viel mehr Sterne. Mit der Langzeitbelichtung ist es genau das Gleiche. Wenn man das die Digitalkamera machen lassen würde, fängt man eben nur einen Bruchteil ein, als wenn man das Ganze länger belichtet.“

Atemberaubend

So entstehen auch die atemberaubenden und immer wieder faszinierenden Bilder, die der Fotograf macht. Ob das Bild von der beleuchteten Kreuzeiche unter dem Sternenhimmel oder die Milchstraße über dem Altmühlsee – auch die Leser von Ansbach Plus sind hin und weg von Chris’ Fotografie-Talent.

Leidenschaft

Für den 39-Jährigen ist Fotografie eben eine Leidenschaft, manchmal ist man in der Stimmung und manchmal eben nicht. Es muss spontan sein und nach Gefühl verlaufen: „Sowas kann man nicht planen und zwanghaft funktioniert sowas schon gar nicht.“

Beim Fotografieren geht es dem Thüringer darum, Fotos zu entwickeln, die später lebendig wirken und Momente wiederspiegeln.

Wovon Chris kein besonders großer Fan ist, sind Porträtfotos:“ Ich möchte Situationen und Zeiten einfangen. Wenn man etwas herrichten muss, ist es technisch sicher eine schöne Sache, aber ich möchte Gegebenheiten und Momente wiederspiegeln, das ist eben was Echtes!“

Anderer Blickwinkel

Durch ihren Mann wurde auch Antje zum Fotografieren inspiriert. Sie erzählte uns im Interview, dass sie ein ganz „anderes Sehen“ hat. Sie sieht Motive und Details, die keinem sonst auffallen und macht Fotos von alltäglichen Dingen wie Katzenpfoten oder abgehobelten Holzspänen, die im Nachhinein einfach nur außergewöhnlich toll aussehen.

Bildbearbeitung

Anders als Chris liegt ihr nicht viel an der Bearbeitung der Bilder. Für sie ist das Bild perfekt, weil es sie an den Moment erinnert und diesen genauso wiedergibt. Der Informatiker ist kein großer Fan von Programmen wie Photoshop oder Lightroom, allerdings liebt er es, dem Bild so seinen eigenen Stil zu verpassen.

Die nachträgliche Bearbeitung der Fotos wurde ihm auch im Film- und Fotoclub Bechhofen nahegelegt, bei dem die beiden seit ein paar Jahren Mitglied sind.

Film- und Fotoclub Bechhofen

Mit diesem Verein gehen sie gemeinsam auf Touren und fotografieren ähnliche Motive, beide aber auf ihre eigene Art und Weise. Für sie wird es nie langweilig, denn man kann durch verschiedene Wetterbedingungen, verschiedenes Licht und Perspektiven immer wieder neue Bilder vom selben Motiv machen. Sie laufen mit offenen Augen durch die Welt und nehmen Dinge bewusst wahr – denn das ist es, was das Bild im Endeffekt so einzigartig macht.

Vom Hobby zum Beruf?

Trotz allem möchte weder Antje noch Chris ihr Hobby zum Beruf machen, denn – wie schon erwähnt – funktioniert das Fotografieren nicht, wenn man es unter Zwang macht.

Ansbach-Liebe

An Ansbach schätzen die beiden besonders den barocken Stil, der sich auch in den gut restaurierten Häuserfassaden widerspiegelt. Auch die ländliche Gegend hat es den beiden angetan – die Landschaft bietet eben mit ihren vielen Bächlein, Flüssen und Hügeln optimale Voraussetzungen zum Fotografieren.

Ganz nebenbei fiel den beiden bei Kaffee und Plausch mit uns auf, dass dieser Sonntag ein besonderer war – denn an diesem Datum vor genau elf Jahren haben sie sich kennengelernt.

Ihr wollt mehr von Chris‘ Fotografie sehen und könnt nicht genug bekommen? Dann lohnt es sich definitiv, mal auf seiner Homepage „DG digitals“, auf Instagram bei Chris Finsterer oder Antje Finsterer!

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