Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Robeat-Award 2017: Ansbacher Beatboxer „Ibeat“ unter den Top 8

Ausgefallen

Kein Klavier, keine Trompete oder Geige, nein. Der Ansbacher Ivan Fortunov entdeckte vor einigen Jahren eine ganz andere und ausgefallene Art, zu musizieren – nämlich das Beatboxen! Doch was ist das eigentlich genau?

Als „Beatbox“ bezeichnet man das Erzeugen von Percussions- und Schlagzeug, bzw. Schlagzeug ähnlichen Geräuschen und Tönen mit dem Mund, der Nase, der Stimme und dem Rachen (bzw. Hals). Einfach erklärt versucht man so einen Beat zu erzeugen, während man diesen mit dem Summen einer Melodie durch die Nase begleitet.

In einem Interview mit „Ibeat“ erklärte er uns unter anderem, wie er überhaupt dazu kam und warum er sich sein Leben ohne Beatboxen nicht mehr vorstellen könnte.

Interview mit Ibeat

Ansbach Plus:“ Hallo, stell Dich doch mal kurz vor!

Ibeat: Mein Name ist Ivan Fortunov, ich komme aus Ansbach und bin 22 Jahre alt. Momentan mache ich meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Bezirk Mittelfranken, die ich dieses Jahr abschließen werde.

Ansbach Plus:“ Wie kamst Du zum Beatboxen?“

Ibeat: Zum Beatboxen gekommen bin ich das erste Mal, als ich im Jahr 2008 den Beatboxer Robert Wolf, alias „Robeat“ bei der Casting-Show „das Supertalent“ gesehen habe. Ich dachte damals zuerst, dass es alles ein Fake sei und dass solche Schlagzeugtöne nicht wirklich aus einem menschlichen Mund herauskommen können.

So versuchte ich selbst das Ganze nachzumachen, was jedoch relativ schwer erschien und auch nicht so gut klang. Doch mit der Zeit blieb ich dran, übte jeden Tag und schaute mir zahlreiche Beatbox-Tutorials an, in denen einzelne Töne zum Nachmachen erklärt wurden. Nach ungefähr einem halben Jahr konnte ich dann mit viel Übung selbst einfache Beats mit meinem Mund nachmachen.

Ansbach Plus:“ Wie schafft man es, sich immer wieder neue coole Beats oder Techniken zu erlernen?“

Ibeat: Inspiration ! – Das ist für mich ganz wichtig. Ich treffe gerne Beatboxer auf verschiedenen Beatbox-Events und jame mit Ihnen zusammen. Das Schöne an Beatboxen ist, dass man nur seinen eigenen Mund braucht und somit überall miteinander musizieren kann. Während andere Bands ihre Instrumente mit sich tragen müssen, kann man beim Beatboxen z.B. beim Laufen auf der Straße mit Freunden einfach drauf loslegen.

Ansbach Plus:“ Seit wann beatboxt Du schon?“

Ibeat: Ich beatboxe seit ich 14 oder 15 bin, also seit ungefähr 7-8 Jahren.

Ansbach Plus:“ Betreibst Du das als Hobby/ nimmst Du an Wettbewerben teil und wenn ja, wie laufen diese ab?“

Ibeat: Beatbox ist für mich eines meiner größten Hobbys, in das ich viel Zeit investiere. Ich bin gerne offen für jeden Auftritt, denn damit sammelt man Erfahrungen und trifft neue Leute, die das selbe Hobby betreiben.

Grundsätzlich gibt es regionale Meisterschaften und auch Weltmeisterschaften. Die Meisterschaften laufen grundsätzlich folgendermaßen ab:

Als erstes darf jeder der Teilnehmer in der sog. Elimination seine 2 Minuten Beatbox-Skills präsentieren. Hierbei legt die Jury (meist 3-5 Personen) Wert auf Kriterien, wie zum Beispiel Musikalität, Kreativität, Originalität, Sauberkeit und Schnelligkeit. Anschließend treten die 16 (manchmal auch 8) besten Beatboxer im sogenannten Battle gegeneinander auf. Nun folgt das Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und das Finale. In einem Battle sind grundsätzlich nur Töne erlaubt, die mit menschlichen Organen produziert werden.

Auch in unserer Region gibt es verschiedene Beatbox-Battles. Zum Beispiel veranstaltet Robert Wolf (den ich vorher bereits erwähnt hatte) und der heute übrigens 3-facher Vize-Deutscher-Meister im Beatboxen ist, einmal im Jahr seinen eigenen Beatbox-Contest im Renitenztheather in Stuttgart – den „Robeat Award“.

Es ist ein eigenes, von ihm organisiertes Battle, mit einer Jury, bestehend aus oft sehr bekannten Beatboxern aus der Beatbox-Szene. Hierbei geht es vor allem um den Zusammenhalt, also um die Beatbox-Family.

Im Jahre 2012 belegte ich beim „Robeat-Award“ in Stuttgart den 4. Platz und im Jahr 2015 nahm ich an der Deutschen Beatbox-Meisterschaft teil und schaffte es unter den besten 28 Beatboxern Deutschlands. Erst jetzt belegte ich bei dem diesjährigen Robeat-Award den 8.Platz!

Ansbach Plus:“ Wirst Du das in Zukunft weiterbetreiben?“

Ibeat: Beatbox ist mittlerweile aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken, denn es ist für mich ein Instrument – Das Instrument, mit seiner eigenen Stimme Musik zu machen und auch Leute begeistern zu können. Es hat als ein kleines Hobby angefangen und entwickelte sich immer mehr zu einer Leidenschaft. Ich persönlich kann mir keinen Tag mehr vorstellen, ohne zu beatboxen.

In Zukunft möchte ich es als Hobby natürlich weiter betreiben und hoffe auch weiterhin, den einen oder anderen Auftritt zu bekommen und damit neue Bekanntschaften knüpfen zu können.

Ansbach Plus:“ Hattest Du vielleicht schon kleine Auftritte?“

Ibeat: Früher hatte ich nur wenige Auftritte, vielleicht ein paar in der Schule bzw. vor den Klassenkameraden, aber nichts Großes. Mit der Zeit kamen ein paar mehr Auftritte an verschiedenen Festen, Hochzeiten oder Club-Bars. Mittlerweile habe ich drei bis fünf Auftritte im Monat, das ist aber immer sehr unregelmäßig.

Ansbach Plus:“ Warum wohnst Du genau in Ansbach/ was gefällt Dir an Ansbach am besten?“

Ibeat: Ansbach ist eine schöne, kleine Stadt in Mittelfranken, die ihre ganz eigene Geschichte hat und viele Touristen anlockt. Warum in Ansbach? – Ich genieße hier oft die Ruhe, unter anderem bei einem kleinen Spaziergang im Ansbacher Hofgarten. Gleichzeitig gibt es hier aber auch viel zu entdecken und viele tolle Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die schöne mittelalterliche Altstadt oder viele interessante Museen, wie z. B. das Markgrafenmuseum.

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