Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Interview mit Bastian Leindecker: Wie bringt man einen Bademeister auf die Palme?

Hat sich der Umbau des Freibades gelohnt?

Bastian Leindecker arbeitet seit 16 Jahren als Bademeister im Aquella. Im Interview spricht der 36-Jährige über seinen abwechslungsreichen Beruf, wie er die Badegäste wahrnimmt und wie man einen Bademeister auf die Palme bringt.

Ansbach Plus: Herr Leindecker Sie arbeiten seit Ihrer Ausbildung zum Bademeister im Aquella. Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um ein guter Bademeister zu sein?

Bastian Leindecker: Auf jeden Fall sollte man den Umgang mit Menschen mögen und nicht allzu schüchtern sein. Auch ein technisches Verständnis ist vom Vorteil sowie Sportlichkeit.

Ansbach Plus: Wie sieht ein Arbeitstag von Ihnen aus?

Bastian Leindecker: Ein Großteil der Arbeit ist die Aufsicht.  Als Bademeister gebe ich aber auch Schwimmkurse. Mir macht besonders das Kinderschwimmen Spaß. Es ist immer toll mit anzusehen, wenn die Kleinen zu Beginn sich noch nicht so viel zu trauen und am Ende dann stolz ihr erstes Schwimmabzeichen entgegen nehmen.

Ansbach Plus: Als Bademeister müssen Sie auch in brenzlichen Situationen Menschen aus dem Wasser ziehen und so vor dem Ertrinken retten. Wie oft kommt so etwas vor?

Bastian Leindecker: So etwas passiert zum Glück sehr selten. Ich selbst musste noch nie jemanden aus dem Becken holen.

Ansbach Plus: Sind die Ansbacher vorbildliche Badegäste?

Bastian Leindecker: Dass Jugendliche untereinander mal jemanden ins Becken schubsen oder an unerlaubten Stellen ins Wasser springen, kommt immer mal vor. Ich glaube meine Dienstbekleidung muss ziemlich viel Autorität ausstrahlen, wenn ich eingreife, gibt es nie größere Probleme. Insgesamt sind unsere Badegäste sehr vorbildlich. Über die Jahre lernt man sich kennen, viele Besucher sind bei uns Stammgäste.

Ansbach Plus: Das Freibad wurde zur aktuellen Freibadsaison umgebaut. Wie kommt der neue Sprungturm und der Kleinkinderbereich bei den Gästen an?

Bastian Leindecker: Wir haben durchweg positives Feedback erhalten. Die Besucherzahlen sind auch noch oben gegangen. Im Juni hatten wir etwa 30.000 Gäste. Viele Jugendliche kommen extra ein paar Stunden, um den Sprungturm zu nutzen. Der Umbau war also ein voller Erfolg.

Ansbach Plus: Wie bringt man als Schwimmbadbesucher den Bademeister auf die Palme?

Bastian Leindecker: Wenn man den Bademeister bei 30 Grad nicht nass spritzt.

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