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Bayerische Polizei bekommt neue Schutzausstattung

Neue Schutzausstattung der Polizei

MÜNCHEN. Um die Bayerische Polizei angesichts der gestiegenen Bedrohungslage vor allem durch islamistische Terroristen noch besser zu schützen, hat Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit dem Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä die neue ballistische Schutzausstattung der Bayerischen Polizei vorgestellt.

Diese besteht aus mehreren Elementen wie ‚hartballistischen Schutzwesten‘, weiteren Aufrüstmöglichkeiten wie Schulter- und Tiefschutzelementen sowie ‚ballistischen Helmen‘, die je nach Einsatzlage miteinander kombiniert werden können.

„Lebenswichtige Investition in die Sicherheit unserer Polizistinnen und Polizisten“

„Dieser Ausrüstungsumfang ist im Streifendienst in Deutschland einmalig und sollte bundesweiter Standard werden, um Polizeibeamte bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen besser zu schützen“, erklärte Herrmann.

„Wir investieren dafür rund 30 Millionen Euro, eine lebenswichtige Investition in die Sicherheit unserer Polizistinnen und Polizisten.“ Laut Herrmann sollen bis November 2017 alle Streifenwägen und alle Transporter der Einsatzeinheiten der Bayerischen Polizei komplett mit den neuen Schutzsets ausgestattet sein.

Wie Herrmann erläuterte, ist die neue Schutzausstattung der Bayerischen Polizei auf das von der Bayerischen Staatsregierung im Juli 2016 beschlossene Maßnahmenkonzept ‚Sicherheit durch Stärke‚ zurückzuführen.

Schutz bei terroristischen Bedrohungslagen

Jeder Schutzwestenträger bei der Bayerischen Polizei erhalte als Grundelement eine sogenannte ‚Funktionshülle‘. „Damit kann die persönliche Schutzweste im Alltag noch bequemer über dem Uniformhemd getragen werden“, so der Minister.

Zusätzlich können Einsatzmittel wie Funkgeräte oder zusätzliche Magazine optimal verstaut werden. Diese Funktionshülle kann nach Herrmanns Worten lageangepasst mit zusätzlichen Schutzelementen erweitert werden, um auf die erhöhte Bedrohung für die Einsatzkräfte zu reagieren.

Hierzu werden insgesamt rund 10.000 ‚ballistische Ergänzungs-Sets‘ angeschafft, zwei für jedes bayerische Streifenfahrzeug und in allen Transportern der Einsatzeinheiten.

Gegen militärische Munition

Diese Sets bestehen jeweils aus einem Schulterüberwurf mit Tiefschutz für deutlich mehr Schutzfläche, einem modernen ‚ballistischen Helm‘ sowie einer hartballistischen Schutzweste zur Erhöhung der Schutzklasse, beispielsweise gegen militärische Munition des Sturmgewehrs AK 47 ‚Kalaschnikow‘.

Das gesamte Erscheinungsbild der Schutzausrüstung lässt sofort eine deutliche Identifizierung als Polizeibeamter zu“, machte Herrmann deutlich.

Der ballistische Schulterüberwurf verfüge über eine deutliche und reflektierende Beschriftung ‚Polizei‘ auf dem Rücken, der Front und seitlich im Schulterbereich.

Auch die hartballistische Schutzweste ist auf der Vorder- und Rückseite mit einer großen reflektierenden Aufschrift versehen und auch der Helm hat an der Vorderseite den Schriftzug ‚Polizei‘.

Bestmögliche Ausrüstung

„Um unseren Polizistinnen und Polizisten die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, haben wir vor der Beschaffung ausführliche Tests durchgeführt“, betonte der Innenminister. Unterschiedliche Schutzsysteme verschiedener Hersteller wurden unter allen erdenklichen Einsatzbedingungen und in einem anspruchsvollen Parcours getestet.

Daran waren Einsatzkräfte des Wach- und Streifendienstes und der Einsatzeinheiten von sieben Polizeipräsidien beteiligt.

Herrmann weiter: „Um alle Ausrüstungsgegenstände übersichtlich, sicher und schnell zugänglich in den Einsatzfahrzeugen zu verstauen, haben wir in Zusammenarbeit mit der BMW AG einen speziellen Kofferraumausbau entwickelt.“ Ab Juli 2017 sollen damit alle neuen BMW-Streifenfahrzeuge ausgerüstet werden.

„Aber auch die übrigen Streifenfahrzeuge der Bayerischen Polizei werden wir mit einem identischen Kofferraumkonzept ausstatten“, kündigte Herrmann an. Die Abstimmungen mit anderen Fahrzeugherstellern laufen bereits auf Hochtouren.

Höchster Personalstand

Wie der bayerische Innenminister abschließend hervorhob, werden der neuen ballistischen Schutzausstattung weitere wichtige Bausteine zur Stärkung der Bayerischen Polizei folgen. So sollen die 32.000 Waffenträger mit einer neuen, hochmodernen Dienstwaffe ausgestattet werden.

Zusätzlich werde die Bayerische Polizei von 2017 bis 2020 2.000 weitere Stellen bekommen. Schon jetzt habe sie mit knapp 42.000 Stellen den bislang höchsten Personalstand erreicht.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

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