Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Su meets Lou – kurze Babynamen sind immer beliebter

Kurz und knackig

Sebastian oder Katharina waren gestern – eine Langzeitstudie der Namensberatungsstelle der Uni Leipzig zeigt, dass kurze Vornamen immer beliebter werden. Laut LVZ sind unter den Top 100 der Babynamen die meisten ein- und zweisilbig. Gerade Jungs bekommen häufig einsilbige Namen von ihren Eltern – Max, Karl und Tim gehören zu den Favoriten. Bei den weiblichen Vornamen führen derzeit noch mehrsilbige die Rangliste an, aber auch hier befinden sich beispielsweise Mia oder Lea auf dem Vormarsch.

„Normal“ zu langweilig?

Weiterhin wählen Eltern immer außergewöhnlichere Namen für ihre Kinder. Jaz, Su oder Lou sind laut LVZ im Kommen. Ein weiteres Phänomen: Man sieht immer häufiger englische Vornamen mit ausgeschriebenen Initialen. Während einzelne Buchstaben in Deutschland nicht erlaubt sind, dürfen Namen wie Tee-Jay (statt TJ), Em-Jay oder Jay-Dee gegeben werden. Die Namen treten laut der Forscher momentan zwar noch nicht verhäuft auf, nehmen aber zu.

Zieht Ansbach mit?

Auch in Ansbach ist der Trend der kurzen Namen zu erkennen. Die beliebtesten Namen im Jahr 2016 waren am Klinikum Ansbach Emma, Mia, Lena, Jonas, Ben und Maximilian, in der Klinik Dinkelsbühl Emilia, Emma, Hanna(h), Noah, Ben und Jonas.

Anhaltender Trend

Im Rahmen der Studie untersuchen Wissenschaftler über 300 Geburtskliniken und Krankenhäuser im Zeitraum von zehn Jahren. Die Forscher der Uni Leipzig sind der Meinung, dass der Trend zu kurzen Namen mit maximal vier Buchstaben weiter anhält. Derzeit ist er im Süden noch nicht so weit verbreitet, wie im Norden und Osten Deutschlands. In Bayern hält man zudem noch an zwei oder mehr Vornamen fest.

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