Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Hat der Weihnachtsmarkt zu viele „Fressbuden“?

Wie wird die Auswahl der Buden bestimmt?

Wir haben Euch vor ein paar Tagen nach Eurer Meinung zum Ansbacher Weihnachtsmarkt gefragt. Neben positiven Kommentaren wurde jedoch häufig kommentiert, der Weihnachtsmarkt habe zu viele „Fress- und Glühweinstände“ im Gegensatz zu den handwerklichen Angeboten. Es fielen Sätze wie „60 Prozent Fressbuden streichen, dafür mal was Handwerkliches her“ oder „Hauptsache Fressecken ohne Ende“. Wir haben uns den Budenplan genauer angesehen und uns beim Citymanager Stefan Pruschwitz über die Auswahl der Weihnachtsmarktstände erkundigt.

Wer sich den Budenplan des Weihnachtsmarktes genauer ansieht, wird tatsächlich ein Überangebot an Ess- und Trinkständen feststellen: So gibt es 20 Trink- und Imbissbuden gegenüber 13 Kunsthandwerkständen. Ausgewählt werden die Stände auf dem Weihnachtsmarkt vom Citymarketing Ansbach in enger Abstimmung mit der Stadt Ansbach. „Das Angebot auf dem Markt hat sich sicherlich der Nachfrage angepasst“, so Stefan Pruschwitz vom Citymarketing. „Es gibt klar den Trend, dass viele Besucher Weihnachtsmärkte in erster Linie aufsuchen, um dort im Kreis von Freunden oder Kollegen gesellig zusammenzustehen und daher eher das gastronomische Angebot nutzen als auf dem Markt Kunsthandwerk zu kaufen“, so der Citymanager.

Rothenburger Weihnachtsmarkt sei schöner

Auch Aussagen wie „Rothenburg ist schöner“ wurden genannt. Stefan Pruschwitz finden den Vergleich mit dem Rothenburger Weihnachtsmarkt jedoch nicht richtig. Rothenburg sei zu jeder Jahreszeit gut mit Touristen besucht: „Hier verkauft sich Kunsthandwerk auf dem Weihnachtsmarkt besser, als auf dem Ansbacher Weihnachtsmarkt, der in erster Linie Gäste aus Ansbach und der Region hat. Daher unterscheidet sich auch das Sortiment und es ist hier deutlich glühweinlastiger.“

Die Veranstalter versuchen bereits das Kunsthandwerk zu vergrößern, so Pruschwitz, allerdings gebe es hierfür bislang keine entsprechenden Anfragen: „Die Kunsthandwerker werden nur kommen, wenn die Marktbesucher dort auch kaufen. Nur gucken hilft da nicht. Der Weihnachtsmarkt ist halt doch auch ein Geschäftsmodell, das funktionieren muss. Bei aller wünschenswerten Weihnachtsmarkt-Romantik.“

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