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Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Alles offen: Wöhrl in Ansbach auf Prüfstand

Ansbacher Filiale nicht von Schließung ausgeschlossen

Die Modehaus-Kette Wöhrl wird noch weitere Filialen auf den Prüfstand stellen. Vier Filialen sollen derzeit geschlossen werden, dies sei jedoch erst der Anfang, berichtet der Bayerische Rundfunk (BR). Wie es um die Filiale in Ansbach steht, ist derzeit noch unklar.

In Franken sind bisher Nürnberg-Langwasser und Roth von der Schließung betoffen. Weitere Standorte geben ebenfalls Anlass zur Sorge, so Andreas E. Mach, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG dem BR gegenüber. „Die werden wir genau beobachten“, so Mach. Über die Lage der Filiale in Ansbach ist derzeit noch nichts bekannt. Die Stadt wollte sich Ansbach Plus gegenüber nicht äußern.

146 Mitarbeiter verlieren ihren Job

Die Restrukturierung der Filialen könne nach Angaben des Wöhrl-Chefs nur mithilfe eines Investors gelingen, schreibt der BR. Ein Geldgeber muss derzeit aber erst noch gefunden werden. Mach zu Folge gebe es derzeit rund zwei Duzend Interessenten. Am Ende wird es am Investor liegen,  wie das Filialnetz in Zukunft aussehen soll. Laut BR soll in den nächsten acht bis zehn Wochen mit einem möglichen Investor ein Zeitplan aufgestellt werden.

Die Filalschließungen treffen vor allem Bayern:  München-Neuperlach, Nürnberg-Langwasser und Roth sind bisher betroffen. Zudem fällt die Filiale am Potsdamer Platz in Berlin dem Sparkurs zum Opfer. In den vier Filialen werden keine beständigen Gewinne erreicht, so der BR. Die Schließung soll innerhalb der nächsten sechs Monate vorgenommen werden. 146 Menschen verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Insgesamt besitzt Wöhrl 35 Filialen mit knapp 2.000 Mitarbeitern.

Sanierungen sollen Insolvenz verhindern

Die Kündigungen für die Mitarbeiter in der Franken-Center-Filiale im Nürnberger Stadtteil Langwasser werden in den kommenden Wochen verschickt, so der BR. Die Angestellten sollen die Möglichkeit erhalten, sich auf freie Stellen in benachbarten Filialen zu bewerben, verkündete Wöhrl. Angesichts der Mitarbeiterzahl werden viele jedoch erstmal arbeitslos sein.

Vor einem Monat hat die Mode-Kette verkündet, mit einer Sanierung in Eigenregie eine drohende Insolvenz verhindern zu wollen. Aktuell sollen die Filialen in Nürnberg, Würzburg, Passau, Weiden, Straubing, Landshut, Schweinfurt und Regensburg umgebaut werden, schreibt der BR.  Bis zum 30. November kann ein Sanierungsplan des Vorstands im Rahmen des Schutzschirmverfahrens vorlegt werden.  Ziel sei es, die Wöhrl-Gruppe „als Ganzes zu erhalten“, so der BR.

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