Banner
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Vorsicht beim Renovieren

Tapetenwechsel gewünscht

Hier und da mal ein Bild aufhängen reicht Euch nicht? Eure Wohnung braucht einen kompletten Tapetenwechsel? Dann macht Euch an die Arbeit. Doch vorher solltet Ihr hier lesen was überhaupt beim Renovieren erlaubt ist. Denn nicht alles nehmen Vermieter ohne Freie Farbwahl

Details wie neue Wandfarben und Bilder also kleine Renovierungen sind meistens ohne Probleme erlaubt. Generell habt Ihr im Regelfall freie Farbauswahl bezüglich der farblichen Wohnungsgestaltung. Achtet aber auf diesbezügliche Klauseln im Mietvertrag. Eventuell kostet die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands mehr Aufwand als die Farbe oder ein Loch in der Wand Freude bringt. Interessant ist, dass Ihr laut immowelt.de nicht verpflichtet seid, die Wohnung in Weiß zu übergeben. Schlichte Farben sind völlig in Ordnung.

Originalzustand

Vorsicht ist immer geboten, wenn es unmöglich ist, den Originalzustand wieder herzustellen. Das ist beispielsweise der Fall beim Verlegen neuer Böden, Entfernen oder Lackieren von Fliesen. So etwas kann Euch teuer zu stehen kommen, wenn Ihr Euch nicht im Voraus mit der Vermietung abgesprochen habt. In so einem Fall sind Vermieter in der Lage, Schadenersatz einzufordern. Einbauküchen dagegen könnt Ihr nach Belieben aufstellen solange keine vorhanden ist.

Faustregel

Faustregel ist also: Sobald etwas nicht rückgängig gemacht werden kann, immer vorher den Vermieter fragen. Ganz wichtig und im Notfall entscheidend ist außerdem eine schriftliche, unterschriebene Genehmigung. Stress und Zweifel erspart Ihr Euch natürlich, wenn Ihr auf Nummer Sicher geht. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachfragen!

Rectangle
topmobile2

Sanieren oder Renovieren

Kernsanierungen dürft Ihr natürlich auf keinen Fall nach Gutdünken vornehmen. Hier greift wieder oben genannte Faustregel. Bei Veränderungen, welche Sanierung statt Renovierung bedeuten, braucht Ihr immer eine Genehmigung, denn Ihr verändert mit einer Sanierung die Bausubstanz. In diese Kategorie fallen Arbeiten, die die Wohnung und ihre Struktur, also die Bausubstanz, grundlegend verändern, beispielsweise Wände aufbauen oder einreißen sowie Fenster und Fliesen wechseln.

Schriftlich festhalten

Im Falle bestimmter Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten ist es nicht nur sinnvoll um eine Zustimmung zu bitten. Eventuell ist der Vermieter verpflichtet oder freiwillig bereit dazu, Kosten zu übernehmen. Haltet alle Vereinbarungen zu Umfang, Dauer, Kostenübernahme und Abschlagszahlung bei Auszug schriftlich fest. Diese sind selbstverständlich beidseitig einzuhalten. Wichtig ist hierbei auch, dass Vermieter fachkundige Arbeit verlangen können. Dies klingt logisch bei schweren Dingen wie Sanitärarbeiten. Allerdings greift die Regelung laut immowelt.de im Zweifelsfall bereits beim Streichen.

Mieter mit Handicap

Vor Gericht wird tendenziell für Euch als Mieter entschieden, wenn die geplante Arbeit Euren Wohnalltag erheblich erleichtert. Ältere Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind haben daher gute Chancen eine Ebnung der Wohnung durchzusetzen. Mieter mit Behinderung haben besondere Ansprüche. Ihnen stehen einige Umbauten zu, wie zum Beispiel Rampen und Briefkästen in Reichweite. Dennoch gilt es auch hier, im Voraus eine schriftliche Einverständniserklärung beim Vermieter einzuholen.

Banner 2 Topmobile