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Nürnberg: Gewalt im Hauptbahnhof

Nürnberg: Gewalt im Hauptbahnhof – „Wenn ihr mich anfasst, hau ich euch auf die Fresse“

Zwei verletzte Bundespolizisten bei drei Gewaltdelikten innerhalb weniger Minuten. Die erschreckende Bilanz eines frühen Sonntagmorgen (31. Januar) im Nürnberger Hauptbahnhof.

Reisende alarmierten die Bundespolizei gegen 5:30 Uhr, dass es auf der Galerie zu einer Schlägerei gekommen sei. Als die Streife eintraf, berichteten zwei Frauen den Beamten, dass sie von einem jungen Mann bespuckt und ins Gesicht geschlagen worden seien. Sofort beschimpfte und beleidigte der Tatverdächtige die Beamten auf übelste Art und Weise. Die Mitnahme zu Dienststelle verweigerte er mit den Worten „Wenn ihr mich anfasst, hau ich euch auf die Fresse“. Auch nach mehrfacher Androhung von unmittelbarem Zwang war der 19-jährige Angolaner nicht einsichtig. Bei der Fesselung versuchte er mehrfach sich loszureißen, zu beißen und die Polizisten zu schlagen. Dabei erlitt ein Beamter eine blutende Kopfverletzung, ein weiterer erlitt diverse Abschürfungen. Noch während die Bundespolizisten mit dem 19-Jährigen beschäftigt waren, versuchte sein 20-jähriger Bruder einen Beamten zu schlagen. Nur mit äußerster Mühe konnten die Brüder zur Wache gebracht werden. Auch dort versuchte der Ältere nach Bundespolizisten zu schlagen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ordnete zur Prüfung der Haftfrage bei dem 19-Jährigen die richterliche Vorführung an. Die zwei verletzten Beamten konnten ihre Nachtschicht regulär beenden.

Zeitgleich prügelten sich zwei 26-jährige Deutsche in der Toilette eines Restaurants im Hauptbahnhof. Dabei soll der tatverdächtige Nürnberger seinen Kontrahenten mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Als dieser dann zu Boden ging, soll ihn der Schläger mit den Beinen traktiert haben. Aufschlussreiche Hinweise über den Tathergang erhoffen sich die Ermittler der Bundespolizei durch die sichergestellten Videoaufzeichnungen.

Nur fünf Minuten später kam es in der Osthalle zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einem 22-jährigen Mann aus Papua-Neuguinea und zwei 24-jährigen Äthiopiern. Auch hier soll eine verbale Auseinandersetzung vorausgegangen sein. Eine Streife der Bundespolizei trennte die aufeinander einschlagenden Männer.

Die Bilanz weniger Minuten: Zwei Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, fünf wegen Körperverletzung, zwei wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und zwei wegen Beleidigung. Zudem noch zwei verletzte Bundespolizisten.

Quelle: Bundespolizei

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