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Polizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig
Polizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig

LK Ansbach, Bechhofen: Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge

LK Ansbach, Bechhofen: Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge

Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat im Fall des verstorbenen Streitschlichters in Bechhofen gegen den Beschuldigten, einen 23-jährigen Einsteller aus dem Landkreis Ansbach, Anklage zum Landgericht Ansbach – Schwurgericht – wegen Körperverletzung mit Todesfolge erhoben.

Mit Hilfe von 21 Zeugen und eines rechtsmedizinischen Sachverständigen will die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten in der Hauptverhandlung nachweisen können, dass er in den frühen Morgenstunden des 25. Juli 2015 in Bechhofen dem 65-jährigen Geschädigten, der schlichtend in einen Streit eingeschritten ist, einen wuchtigen Stoß gegen den Oberkörper versetzte, wodurch der Geschädigte zu Boden stürzte und mit dem Hinterkopf gegen eine Bordsteinkante schlug. Das Opfer verstarb noch vor Ort an dieser Verletzung.

In ihrer Anklage geht die Staatsanwaltschaft zwar nicht davon aus, dass der Beschuldigte dabei den Tod des Geschädigten wollte oder billigend in Kauf nahm, also mit Tötungsvorsatz handelte, legt dem Beschuldigten allerdings zu Last, dem Geschädigten vorsätzlich eine Körperverletzung zugefügt und dadurch dessen Tod verursacht zu haben.

Der gesetzliche Strafrahmen für eine Körperverletzung mit Todesfolge beträgt Freiheitsstrafe von drei bis 15 Jahren.

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Der Beschuldigte war zur Tatzeit alkoholisiert. Nach (vorläufiger) Einschätzung des rechtsmedizinischen Sachverständigen, so der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ansbach, Gerhard Neuhof, war diese Alkoholisierung allerdings nicht so stark, dass sie aus medizinischer Sicht eine erheblich verminderte oder gar aufgehobene Schuldfähigkeit begründen würde.

Der Beschuldigte befindet sich seit dem Vorfall in Untersuchungshaft.

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