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Polizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig
Polizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig

Ansbach: Unseriöse Verkaufsveranstaltung unterbunden

Ansbach: Unseriöse Verkaufsveranstaltung unterbunden – Wanderlager war nicht angezeigt

Die Polizeiinspektion Ansbach erlangte Kenntnis von einer geplanten Verkaufsveranstaltung, einem sogenannten Wanderlager, in einer Gaststätte in Ansbach-Eyb, die dort am Dienstag, 24.11.2015, um 11:00 Uhr stattfinden sollte. Eine solche Veranstaltung bedarf der vorherigen Anzeige bei der zuständigen Stadtverwaltung, eine solche Anzeige erfolgte aber nicht. Aus diesem Grund wurde die Veranstaltung zu Beginn in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Ansbach kontrolliert und die Durchführung unterbunden. Als Verantwortlicher vor Ort wurde ein 48-Jähriger festgestellt, der bereits in der Vergangenheit einschlägig in Erscheinung getreten war. Der 48-Jährige sowie weitere Helfer im Alter von 36, 31 und 57 Jahren wurden zunächst vorläufig festgenommen und zur Polizeiinspektion Ansbach zu weiteren Abklärung gebracht.

Im Rahmen der Verkaufsveranstaltung sollten Decken, Heizkissen, Kräuteröle, diverse Kosmetikartikel und Modeschmuck an die Frau oder den Mann gebracht werden. Zur Durchführung der Veranstaltung wurde eine Gaststätte in Ansbach-Eyb angemietet, der Inhaber der Gaststätte war über das Vorhaben der handelten Personen nicht informiert. Nachdem der Verantwortliche vor Ort die Veranstaltung nicht angezeigt hatte und auch keine Reisegewerbekarte vorzeigen konnte, wurde die Durchführung des Wanderlagers vom Ordnungsamt der Stadt Ansbach an Ort und Stelle untersagt.

Gegen den 48-jährigen Hauptverantwortlichen wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet.

Vor Ort in der Gaststätte waren ca. 40 – 50 Personen anwesend, die mittels eines Anschreibens zu der Veranstaltung mit diversen Versprechungen eingeladen bzw. gelockt wurden. So wurden den eingeladenen Personen ein Geschenkkorb mit verschiedenen Lebensmitteln und ein unentgeltliches Mittagessen in Aussicht gestellt, außerdem sollte eine Verlosung stattfinden. Zur Krönung des Ganzen wurde allen Ehepaaren ein Kaffeevollautomat eines namhaften Herstellers versprochen. Bei der Kontrolle vor Ort sowie auch der in der unmittelbaren Nähe befindlichen Fahrzeuge konnten diese „Präsente“ allerdings nicht festgestellt werden. Stattdessen konnten aber im Pkw des 31-Jährigen diverse Vertragsunterlagen vorangegangener Verkaufsveranstaltungen sichergestellt werden. Aus diesen Verkaufsunterlagen ging eindeutig hervor, dass zuvor in Norddeutschland bei vergleichbaren Veranstaltungen Personen betrogen wurden.

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So wurde beispielsweise einer 86-jährigen Rentnerin eine Matratze, deren Wert im Nachgang durch ein Ordnungsamt in Norddeutschland auf ca. 20 Euro beziffert wurde, für mehr als 1.200 Euro verkauft. Einem weiteren Rentner, einem 87-Jährigen, wurde eine Matratze verkauft, die angeblich Kupferdraht enthalten soll, um Elektrosmog abzuhalten. Der Rentner bezahlte für diese Matratze 2.500 Euro, außerdem wurden ihm 4 Flaschen eines angeblichen Imprägnier-Mittels für knapp 200 Euro verkauft.

Die sichergestellten Unterlagen werden den zuständigen Polizeidienststellen in Norddeutschland übersandt, damit dort die Ermittlungsverfahren geführt werden können.

Die Verkaufsveranstaltung wurde vor Ort durch die Polizei abgesagt, die anwesenden Gäste der Veranstaltung zeigten sich hierüber sehr verständnisvoll und dankbar.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor Teilnahme an derartigen Verkaufsveranstaltungen, da hierbei häufig mit falschen Versprechungen Waren zu deutlich überhöhten Preisen verkauft werden.

Die Fotos spiegeln die Situation in der Gaststätte wider und zeigen v.a. den aufgebauten Präsentationstisch.

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Quelle: Polizeiinspektion Ansbach

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