Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Förderverein Retti e.V. – Kulturelles Erbe als Chance für die Zukunft

Am Samstag den 8. August ludt der Förderverein Retti e.V. zu einem Empfang in den von dem barocken Hofbaumeister Leopoldo Retti 1749 erbauten Stadtpalast in der Bischof-Meiser-Straße. Nach der großen Ausstellung im vergangenen Jahr gab es so erneut Gelegenheit, das bedeutsame Baudenkmal von innen zu bestaunen. Zahlreiche Ansbacher und Bachwochengäste machten hiervon Gebrauch. Mit diesem Empfang stellte sich der Verein einmal mehr mit seinen Zielen für die Ansbacher Kulturlandschaft vor.

Am 22. Januar 2015, wurde in Ansbach der Förderverein Retti e.V. gegründet. Insgesamt 32 Bürgerinnen und Bürger aus Ansbach und Umgebung unterzeichneten die Satzung: Zweck der Körperschaft ist die Förderung von Kunst- und Kulturgeschichte, sowie des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, als auch einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Mittlerweile zählt der Verein über fünfzig Einzel- und Familienmitglieder, sowie Unternehmen.

Im Fokus der Vereinsarbeit steht, mit Hilfe von Forschungsvorhaben, Vorträgen und Publikationen, die Pflege des Andenkens und die geschichtlichen Bedeutung Leopoldo Rettis, des spätbarocken Ansbacher Hofbaumeisters (1704-51). Erstes Anliegen ist die ideelle und materielle Förderung der Erhaltung und Pflege des geschichtlich bedeutsamen „Retti-Palais“, eines Stadtpalastes, der sich seit dreizehn Jahren in städtischem Besitz befindet, seitdem leer steht und zunehmend dem Verfall preisgegeben ist. Das Ziel der Vereins und seiner Bemühungen ist eine öffentliche und kulturelle Nutzung des Baudenkmals. Der Verein wird in gleicher Weise auch für die Erhaltung kunsthistorisch wertvoller Gebäude und Ensembles innerhalb und außerhalb der Ansbacher Altstadt eintreten.

In der Gründungsveranstaltung wurde Dr. Christian Schoen als Vorsitzender gewählt. Barbara Danowski und Christian Eichinger wurden als Stellvertreter berufen. Michael Sichelstiel als Schriftführer und Nikole Janku als Kassiererin, sowie Richard Tress und Gotlind Freiin von Freytag-Loringhoven als Kassenprüfer gehören, ebenso wie die Beisitzer Tassilo Freiherr von Falkenhausen, Rainer Graf von Seckendorff, Alexander Biernoth und Dr. Horst von Zerboni, dem Vorstand des Vereins an.

„Es geht darum“, so Dr. Christian Schoen, Vorsitzender des Vereins, „kulturgeschichtliche Bauten nicht als Bürde zu sehen, sondern sie als Chance für die Zukunft zu begreifen“. Auch die Oberbürgermeisterin brachte in ihrem Grußwort am vergangenen Samstag ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass bald eine Lösung für das Juwel „Retti-Palais“ gefunden werde.

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