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Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

RESPECT-Themenschwerpunkt: Flucht und Vertreibung

Am Dienstag, den 9. Juni wird in den Ansbacher Kammerspielen der Film des Wasserburger Filmemachers Peter Ludwig gezeigt. „Eine syrische Familientragödie“ bildet im Rahmen von RESPECT – Ansbachs Kulturprogramm zu Umweltschutz und Klimawandel den Auftakt für den Themenschwerpunkt zum Themenfeld „Flucht und Vertreibung“.

„Unsere kommenden Veranstaltungen stehen im Zeichen des gesellschaftlichen Miteinanders, dem Verständnis für unser Gegenüber und den Respekt vor Andersdenkenden“, so Dr. Christian Schoen, der Initiator der RESPECT-Reihe. Auch wenn die Themen erst einmal weniger mit Umweltschutz und Klimawandel zu tun haben, ist es legitim sie im Rahmen unserer Reihe zu behandeln, denn die Grundlage für eine verantwortungsbewußte Welt ist das Verständnis für die Zusammenhänge.

Den Auftakt (Dienstag, 9.6., 19.30 – Kammerspiele) bilded der Film des Wasserburger Musikers und Filmers Peter Ludwig, der authentisches Material einer syrischen Familie, ausgehend von dem unerträglich gewordenen Alltag in der vom Krieg verwüsteten Heimat, zusammengetragen hat, um deren Odyssee zu schildern. Anhand von Filmen und Fotos wird die Flucht nacherzählt und der Weg in ein neues Leben. Die Familie wohnt jetzt in einer Gemeinde in der Nähe von Wasserburg. Der Film dokumentiert auch die schier unüberwindbaren Probleme im Dickicht bundesdeutscher Bürokratie. Eine Flut – in deutscher Sprache. Und dies ist nur die Geschichte dieser Familie, die das Schicksal mit tausenden anderen syrischen Familien teilt. Im Anschluss an den Film diskutiert Richard Illig mit Sylvia Bogenreuther (Freiwilligenagentur Sonnenzeit).

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung finden die weiteren Veranstaltungen im Pfarramt St. Ludwig statt:
Der Vortrag des Theologen Dr. Claudio Ettl beleuchtet das aktuelle Thema im Licht der religiösen Themen (Donnerstag, 11.6., 19.30). Abraham und seine Frau: Wirtschaftsflüchtlinge – Moses und Jesus: politische Flüchtlinge … Keine Frage: die Erfahrung von Flucht, Vertreibung und Migration spielt in der Bibel eine zentrale Rolle. Das Buch der Bücher dokumentiert aber nicht nur Schicksale von Flüchtlingen und Vertriebenen, sondern berichtet zugleich von Gottes Einsatz und Eintreten für die Betroffenen. Und bietet so Orientierung für christliches Handeln an. Der Abend geht dem biblischen Blick auf das Thema Flucht und Vertreibung nach, zieht Verbindungen zu heute und zeigt Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die aktuelle Situation auf.

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Den biografischen Blick auf Flucht und Vertreibung wirft die folgende Veranstaltung am Donnerstag, 25.6., 19.30. Aus Erinnerung wächst Verantwortung. Heimatlosigkeit und Flucht als biographische Erlebnisse
In den Jahren nach 1944 rollte eine Flüchtlings- und Vertriebenenwelle gegen Westen. Über 8000 Menschen fanden damals in Ansbach eine neue Heimat. Das Zusammenleben war oft nicht einfach. Wie haben damals die Vertriebenen und Flüchtlinge ihre Situation empfunden? Wie wurden sie aufgenommen und welche Schwierigkeiten aber auch Hilfen haben sie erfahren?
Mit der Erinnerung an Flucht und Vertreibung sowie das Ankommen in der neuen Heimat Ansbach möchte die Veranstaltung auch Brücken zum aktuellen Geschehen bauen. Sie möchte dafür werben, menschenwürdig und offen mit heutigen Flüchtlingen umzugehen.
Die Moderation übernimmt Alexander Biernoth.

Der Film „Just a normal life“ markiert den Abschluss des Themenblocks (Donnerstag, 9.7., 19.30). Die Dokumentation aus dem Jahr 2014 ist als Kooperationsprojekt von Studenten der TU Nürnberg und der HS Ansbach entstanden.
„I don`t want a castle, I just want to live a normal life. Just a normal life.“ Das sind die Worte von Zakariya, der aus Somalia nach Deutschland geflüchtet ist und jetzt in Nürnberg lebt. Zakariya ist einer von hunderttausenden von Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen, um Hunger, Gewalt, Verfolgung oder Kriegen zu entgehen und hier Asyl beantragen. In den Medien wird aktuell viel über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland berichtet. Die Bedingungen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Unterkünften sind katastrophal und die restriktiven Gesetze, machen die Integration von Flüchtlingen fast unmöglich. Aber was sagen die Flüchtlinge dazu? Welche Träume, Wünsche und Hoffnungen haben sie?

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei.

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