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Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Ansbacher Frauenhaus – wichtiges Angebot der Caritas

ANSBACH (ab) – Das Ansbacher Frauenhaus war auch im abgelaufenen Jahr sehr gut belegt: Die Gesamtbelegung betrug 94,3 Prozent, so berichtete die stellvertretende Leiterin Brigitte Guggenberger. Es wurden 72 Frauen mit 63 Kindern aufgenommen. Neun Frauen kamen bereits 2013 und blieben noch 2014 einige Zeit, so dass insgesamt 81 Frauen Schutz vor häuslicher Gewalt im Frauenhaus gefunden haben. Die Schutzsuchenden blieben durchschnittlich 42,47 Tage. Genau die Hälfte der Frauen blieb weniger als 14 Tage, aber vier Frauen lebten länger als ein halbes Jahr in der Einrichtung des Caritasverbandes Ansbach.

Sorgen bereitet der stellvertretenden Leiterin und dem Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler allerdings die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Diese seien unverzichtbar, so Guggenberger, weil sie die Erreichbarkeit des Frauenhauses rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gewährleisten. Nach Dienstschluss an den Abenden, nachts und vor allem an den Wochenenden sorgen die Ehrenamtlichen dafür, dass obdach- und schutzsuchende Frauen in der Einrichtung aufgenommen werden können. Derzeit sind noch 30 Ehrenamtliche aktiv. Es waren auch schon an die 50 Ehrenamtliche, so Guggenberger.
Wenn sich die Dienste auf mehr Schultern verteilen, werde es für jede einzelne ehrenamtliche Mitarbeiterin leichter. Guggenberger und Kestler appellierten an alle Frauen in der Region, sich für den ehrenamtlichen Dienst zur Verfügung zu stellen. Es sei eine sehr befriedigende Tätigkeit, so Guggenberger, weil ganz konkrete Hilfe geleistet werden kann.
Von den 81 Frauen, die im vergangenen Jahr im Frauenhaus Schutz gefunden haben, kamen 41 aus den Gebietskörperschaften des westlichen Mittelfrankens. 26 Frauen kamen aus den übrigen Regionen Bayerns und 14 aus dem übrigen Bundesgebiet. Auffallend sei, so berichtete Brigitte Guggenberger aus ihrer Arbeit, dass die meiste Gewalt gegen Frauen in den eigenen vier Wänden ausgeübt werde. Dabei spielen Bildung, Schicht oder Einkommen keine Rolle. Gewalt gegen Frauen komme überall vor und besonders Frauen ab dem 45. Lebensjahr werden immer häufiger zu Opfern.
Ein großes Problem für den Caritasverband sei es, so Heinz Kestler, für die traumatisierten Frauen neue Wohnungen zu bekommen. Er appellierte an Vermieter gerade für diese Frauen Wohnungen zur Verfügung zu stellen, damit sie wieder in ein geregeltes Umfeld kommen können. Das Ansbacher Frauenhaus bietet zehn Frauen mit ihren Kindern Platz. Es ist rund um die Uhr unter der Rufnummer 0981/95959 erreichbar.

Quelle: PM Caritas

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