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Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Bilanz des diesjährigen Girls ́ und Boys ́ Day

Bilanz des diesjährigen Girls ́ und Boys ́ Day am 23.04.2015 im Agenturbezirk Ansbach-Weißenburg

Mit dem Ziel, für ihr Geschlecht untypische Berufe zu erkunden und vielleicht dabei alternative Interessen zu den sonst überwiegend im kaufmännischen oder sozialen Bereich konzentrierten Berufswünsche zu wecken, haben im Landkreis Weißenburg – Gunzenhausen 250 Mädchen in 66 Betrieben am Girls ́ Day teilgenommen, in Stadt und Landkreis Ansbach 460 Mädchen in 58 Betrieben, im Landkreis Roth rund 230 Mädchen in 66 Betrieben. Sie nahmen dabei einen Einblick in Berufe wie Industriemechanikerin, Elektrotechnikerin Energie- und Gebäudetechnik, Tischlerin, Landschaftsgärtnerin, KFZ-Mechatronikerin, Zimmerin, Elektronikerin, Fachinformatikerin oder Wirtschaftsingenieurin.

Trotz der Bemühungen seit nunmehr 14 Jahren haben die sich die TOP 10 bei den Mäd- chenberufen kaum verändert.
Zu um die 60 % – in den letzten Jahren mal um ein Prozent mehr oder weniger – möchten die jungen Frauen Kauffrau Büromanagement, Industriekauffrau, Medizinische Fachange- stellte, Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel, Friseurin, Zahnmedizinische Fachangestellte, Bankkauffrau, Verwaltungsfachangestellte Kommunalverwaltung oder Hotelfachfrau werden. Dabei sind die Möglichkeiten, einen der sehr beliebten kaufmännischen Ausbildungsplätze zu erlangen, wesentlich geringer als in den technischen Bereichen, in denen die Ausbildungsangebote die Bewerberzahlen übersteigen.

Kein einziger technischer Beruf unter den TOP 10, stellt man nach 14 Jahren etwas enttäuscht fest. Aber man muss schon etwas tiefer blicken: Immerhin haben sich 2014 im gesamten Agenturbezirk letztlich je 12 Mädchen für den Beruf Technische Produktdesignerin und Fachkraft für Lagerlogistik entschieden, je 9 Mädchen lernen Kfz-Mechatronikerin, In- dustriemechanikerin, Tischlerin, Elektronikerin Automatisierungstechnik, Malerin und La- ckiererin, 6 sind Verfahrensmechanikerinnen für Kunststoff und Kautschuktechnik gewor- den. Je 3 haben einen Vertrag als Fachinformatikerin, Bäckerin, Fahrzeuglackiererin, Zerspanungsmechanikerin, Gärtnerin, Verfahrensmechanikerin für Beschichtungstechnik, Werkzeugmechanikerin, Maschinen- und Anlagenführerin, Fachlageristin, Packmitteltechnologin, Straßenwärterin und Elektronikerin für Geräte und Systeme unterschrieben.

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Auch in den technischen Studiengängen findet man mehr und mehr junge Frauen. In den Betrieben, die die Arbeitskreismitglieder und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit am Girls ́ Day besuchen, sind immer wieder gut qualifizierte junge Frauen beschäftigt, auch die ein oderandere Meisterin, die ihrerseits jetzt den interessierten Mädchen zeigen, was an ihrem Beruf so interessant ist.

Ob es der Wunsch ist, auch männliche Vorbilder in den Erzieherberufen oder einfach auch männliche Ansprechpartner in Altenheimen zu haben, oder ob man bei Jungen die Auseinandersetzung mit Rollenbildern und den Ausbau sozialer Kompetenzen fördern möchte: etwas Zeit muss man dem Boys ́ Day sicherlich noch einräumen.

Gerade in sozialen, pflegerischen und erzieherischen Berufen ist der Anteil der Männer sehr gering. Etwa 13 Prozent sind als Altenpfleger oder Erzieher tätig.
Wenn nicht ganz so konzentriert wie bei den Mädchen sind doch die TOP 10 bei den Jungs auch seit Jahren gleich:

Im Agenturbezirk möchten über 40 % Industriemechaniker, Kfz-mechatroniker – PKW- Technik, Industriekaufmann, Mechatroniker, Kaufmann im Einzelhandel, Verkäufer, Tisch- ler, Kaufmann Büromanagement, Elektroniker Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung werden. In den Statistiken der Agentur oder dem Berufsinstitut für Berufsforschung (BiBB) sind die schulischen Ausbildungen nicht aufgeführt, dennoch reicht ein Blick in die Klassen der Berufsfachschulen, dass hier die Mädchen in der Überzahl sind.

Das Angebot am Boys ́ Day ist sehr groß, was am Interesse der Arbeitgeber liegt, etwas gegen den Fachkräftemangel beispielsweise in der Altenpflege zu tun. Das Interesse der Jungs im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, am Zukunftstag mal als Altenpfleger, Ge- sundheits- und Krankenpfleger, Erzieher oder Hauswirtschafter zu schnuppern war ange- sichts der fast 170 angebotenen Plätze in 59 Institutionen und Einrichtungen mit über 100 Teilnehmern schon erfreulich. Im Landkreis Roth nahmen über 50 Teilnehmer einen der 110 angebotenen Plätze in 28 Institutionen und Einrichtungen in Anspruch. Das Interesse der Jungs in Stadt und Landkreis Ansbach war angesichts der 255 angebotenen Plätze in 35 Institutionen und Einrichtungen mit 80 Teilnehmern noch etwas gering.

Quelle: Arbeitsagentur

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