Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Warnstreik am ANregiomed Klinikum Ansbach

Zu einer „Aktiven Frühstückspause“ hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten des Klinikums Ansbach eingeladen. Grund der Aktion sind die derzeit stattfindenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst. Nachdem die Arbeitgeber von Bund und Gemeinden auch in der zweiten Verhandlungsrunde noch kein Angebot gemacht haben, hat ver.di zu bundesweiten Streikaktionen aufgerufen.

Mehr als 50 Mitarbeiter des Klinikums nahmen daraufhin an der Protestaktion teil und verließen ihren Arbeitsplatz um bei frostigen Temperaturen ihren Unmut über den Verhandlungsstand kundzutun.

Norbert Lechler, Vertrauensleutesprecher der ver.di – Betriebsgruppe des Klinikums betonte in einer kurzen Ansprache, dass die Forderungen der Beschäftigten nach einem höheren Gehalt mehr als berechtigt sind.

Eine Erhöhung um 100 Euro plus 3,5% sei auch notwendig, um die Arbeitsplätze im Öffentlichen Dienst zukunftsfähig zu erhalten und dem bereits jetzt bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dieser seit längst nicht mehr auf den Pflegebereich alleine beschränkt.

Um die besonderen Belastungen des Schichtdienstes im Krankenhaus zumindest finanziell auszugleichen sei eine deutliche Erhöhung der Nachtdienstzuschläge notwendig.

Da zunehmend mehr Krankenpflegeschulen ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzten könnten sei auch eine deutlichen Erhöhung der Ausbildungsvergütung und verbindliche Regelungen zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden notwendig, um den drohenden Pflegekollaps zu verhindern.

Wenn die Arbeitgeber in der kommenden Woche kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, so Lechler, „werden sich die Beschäftigten nicht mehr alleine mit einer „Aktiven Frühstückpause“ begnügen“.

Nach einer halben Stunden nahm ein Teil der Mitarbeiter die Arbeit wieder auf, während sich die anderen Warnstreikteilnehmer auf den Weg nach Nürnberg machten. Dort protestierten sie auf einer Großkundgebung zusammen mit mehr als 9.000 Kolleginnen und Kollegen des Öffentlichen Dienstes gegen die Verhandlungsstrategie der Arbeitgeber.

Außer geringfügig längeren Wartezeiten waren Patienten durch die Warnstreikaktion der Klinikbeschäftigten nicht betroffen.

 Quelle: PM Ver.di Betriebsgruppe des ANregiomed Klinikums Ansbach (26.03.14)

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT