Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Ansbach. Foto: Pascal Höfig

Gemeinsame Erklärung von Verwaltungsräten ANregiomed

Im Hinblick auf die derzeit geführte Diskussion sehen wir uns veranlasst, zur aktuellen Situation des Kommunalunternehmens ANregiomed kurz Stellung zu nehmen.

Wir müssen leider erkennen und befürchten, dass die derzeitige öffentliche Diskussion nicht geeignet ist, den zielgerichteten Umstrukturierungsprozess des neuen gemeinsamen Unternehmens ANregiomed zu fördern und zu unterstützen. Wir hoffen, dass die Diskussion auf ein sachliches und notwendiges Maß zurückgeführt wird.

Es ist unser gemeinsames Anliegen, das neue Unternehmen zu einem gemeinsamen Erfolg zu führen. Dieser Erfolg ist wichtig für die Patienten, um ein möglichst breites Behandlungs- und Leistungsspektrum aufrechtzuerhalten und noch weiter auszubauen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es unser Ziel, auch weiterhin einen sicheren Arbeitsplatz gewährleisten zu können. Für die Träger ist es das gemeinsame Ziel, die kommunale Trägerschaft des Klinikverbundes zu erhalten. Dafür ist es wichtig, die finanziellen Belastungen für Stadt und Landkreis Ansbach in einem tragfähigen Rahmen zu halten. Für diese gemeinsamen Ziele stehen wir als kommunalpolitische Mandatsträger in der Verantwortung und sind uns dieser Verantwortung auch bewusst.

Brief vom Ansbacher BAP-Stadtrat Meier an Landrat Dr. Ludwig (05.02.14)

Pressemitteilung von Grünen-Stadtrat Uwe Fröhlich (06.02.14)

Pressemitteilung von ANregiomed (07.02.14)

Pressemitteilung der BAP (08.02.14)

Offener Brief von SPD-Stadtrat Martin Porzner (11.02.14)

 

Die Zusammenführung von Klinikum Ansbach und dem Verbundklinikum Landkreis Ansbach zu dem gemeinsamen Unternehmen ANregiomed war die Grundlage und Grundvoraussetzung, um die Krankenhäuser mit den genannten Zielen in kommunaler Verantwortung führen zu können. Wir haben jedoch auch erkannt, dass dies kein Automatismus ist, sondern dass strukturelle Veränderungen erforderlich sind, um die medizinische und pflegerische Leistungsfähigkeit und auch Wirtschaftlichkeit der Häuser zu stärken. Um diesen Prozess zu unterstützen sind wir uns auch einig, dass es sinnvoll ist, externe Unterstützung mit ins Boot zu nehmen.

Die äußeren Rahmenbedingungen sind derzeit für viele Krankenhäuser in ganz Deutschland schwierig, da ein enormer Kostendruck auf ihnen lastet. Für das Jahr 2013 ist inzwischen bekannt, dass die Hälfte aller Kliniken in Deutschland rote Zah- len geschrieben hat. Auch mit Blick auf die Zukunft wird die sogenannte Kosten- Erlös-Schere sich weiter öffnen, d.h., dass im Jahre 2014 bei gleicher Leistung und bei steigenden Kosten die Vergütung gegenüber 2013 erheblich zurückgeht. Dies sind die vom Gesundheitssystem vorgegeben Rahmenbedingungen innerhalb der wir arbeiten müssen.

Daher besteht das Bemühen, mit intelligenter Struktur und Optimierung der Be- triebsabläufe Verbesserungen zu erreichen und nicht ziellos Kürzungen über alle Bereiche vorzunehmen. Das heißt, dass wir mit einer besseren Abstimmung gleichzeitig den Behandlungsablauf für den Patienten, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens verbessern.

Bereits bei der Gründung von ANregiomed war bekannt, dass Jahresfehlbeträge aus der Vergangenheit uns in den nächsten Jahren massiv fordern werden. Dabei resultieren diese teilweise aus dem operativen Geschäft, hinzu kommen erhebliche Einmaleffekte.

So ist auch das vorläufige operative Jahresergebnis für 2013 mit ca. 9 Millionen € anzusetzen, die so auch im vom Verwaltungsrat verabschiedeten Wirtschaftsplan bereits vorgesehen waren. Weitere 2 Millionen € sind einmalig für das PPP-Projekt am Klinikum Ansbach erforderlich. Hinzu kommen weiter 4 Millionen € Einmaleffekte, welche das Jahresergebnis zwar beeinträchtigen, von den Trägern jedoch nicht aus- geglichen werden dürfen.

Wir sind uns bewusst, dass die Sanierungskosten des Bettenhauses am Klinikum Ansbach und die Aufwendungen für die dort noch weiteren offenen Baumaßnahmen allen Beteiligten noch viel abverlangen werden.

Unsere Zukunft hängt aber gleichfalls und gerade davon ab, dass unsere Kliniken mit ihrem medizinischen und pflegerischen Leistungsangebot, von den Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen werden. Der positive Trend in der Annahme unserer Häuser muss sich somit weiter fortsetzen.

Wir schaffen nun mit den anstehenden Maßnahmen die wirtschaftliche Grundlage dafür, das medizinische und pflegerische Angebot noch weiter zu verbessern.

  • Uwe Fröhlich
  • Ingo Hayduk
  • Stefan Horndasch
  • Dr. Jürgen Ludwig
  • Dr. Bernd Meindorfner
  • Helga Koch
  • Hugo Pelczer
  • Uwe Schreiner
  • Kurt Unger
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